hi leute!
...verzeihung wenn ich mich hier so einmische ...

@krümel: ganz richtig ist dein aufgeführter zirkelschluß nicht, das weisst du?!
fakt ist, daß muskelkater
ursprung zerstörter proteinfilamente bei intakter membran ist, mit anschließendem eindringen von gewebsflüssigkeit in die faser... vollkommen korrekt bis hierhin.
fakt ist aber auch, daß ein muskelkaterorientiertes training ein größeres querschnittwachstum der faser hervorruft, als ein training ohne. Klar bewirkt ein training ohne muskelkater auch ein wachstum und eine kraftverbesserung (vgl. BOEHCK / BUSKIES: Sanftes krafttraining). Aber ein training ohne mk als "optimal" zu bezeichnen wäre ich vorsichtig. Was wirklich ein "optimales training" ist (sofern es das überhaupt gibt

) hängt von weiteren trainingsparametern ab, wei z.B. Ausbelastungsgrad, Erholung, periodisierung, Effizienz und Trainingsfortschritt...
Ich selbst wüsste kein training welches das attribut "optimal" wirklich verdient

(noch nicht mal im Leistungssport)
Aus den Anpassungstheorien in bezug auf muskelwachstum weiss man aber, daß kleine "verletzungen" in der intakten faser wichtig sind, um zum Einen den gentischen Apparat anzukurbeln und andereseits neues zellmaterial einlagern zu lassen -> "Aufspleissunstheorie" (vgl. u.a. GOLDSPINK 1971). Ausschlaggebend hierfür ist aber ein überschreiten eines initialen mechanischen spannungsreizes.
Aus diesem grund hat man auch immer muskelkater wenn man ungewohnt neue bewegungsausführungen macht (bew.-geschwindigkeit, oder training aus einem anderen gelenkwinkel). Ist der muskel angepasst, kommt es nicht mehr so schnell zum muskelkater.
Ich selbst habe mein training so versucht abzustimmen. Mir ist damals aufgefallen, daß es 1. immer schwerer wird muskelkater zu bekommen, daß man 2. immer häufiger das training umstellen muß um mk herbeizuführen und daß der mk nicht mehr so heftig ist... Auf die art und weise musste ich häufig umstellen. Mit dem wenigen an zeitaufwand, habe ich für mich zufriedenstellende ergebnisse erreicht.
mfg