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Fettabbau - Fettverbrennung - Diät

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  "Richtig" Abnehmen - Eine Anleitung Beitrag #1  
Alt 18.01.2007, 11:08
Benutzerbild von ciff
ciff
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Ausrufezeichen "Richtig" Abnehmen - Eine Anleitung

Inhalt:
01. Einleitung
02. Nach der Diät ist vor der Diät
03. Fehler bei der Diät
04. Wenn ich von Abnehmen spreche
05. Zieldefinition
06. Kaloriendefizit – Die eiserne Regel der Körperfettreduzierung
07. Wie funktioniert das?
08. Der Weg zum Kaloriendefizit
09. Refeed
10. Wunschfigur erreicht! Was nun?
11. Kalorienbedarf ermitteln
12. Körperfettanteil ermitteln
13. B.M.I – Body Mass Index
14. Sport während und nach der Diät
15. Durchschnittlicher Umsatz bei verschiedenen Sportarten
16. Gezielt an Bauch, Beine, Po, etc. abnehmen
17. Die richtige Ernährung
18. Nahrungsmittel mit negativen Kalorien
19. Nahrungsergänzungs- und Fettabbaumittelchen
20. Alkohol, Diät und Sport
21. Rauchen, Diät und Sport
22. Magersucht und andere Essstörungen
23. Motivation und Schlussworte
24. K.A.K oder auch: Irren ist menschlich!



01. Einleitung
Dieser Beitrag richtet sich an alle, die planen eine Diät zu machen, sich in der Diät befinden, schon einmal eine Diät gemacht haben.
Hier werden Grundsatzansätze für eine funktionierende Diät vorgestellt. Es ist keine neue Wunderdiät, die ich mit Hilfe von Meditation
und wundersam wirksamen Mittelchen zur Bewusstseinserweiterung entwickelt habe. Es sind lediglich ein paar altbekannte, aber kaum
beachtete, Grundsätze, die jeder, der über eine längere Zeit hier im Forum und anderswo geschnuppert hat, gehört haben sollte.
Jeden Tag werden hier 5mal die gleichen Fragen gestellt und mit den gleichen Worten beantwortet. Lies Dir den Beitrag aufmerksam
durch und stelle dann, sofern welche offen bleiben sollten, Deine Fragen hier im Forum. In diesem Beitrag bitte keine Fragen stellen.

Zitat:
So, das Thema hier hat seinen 1. Geburtstag nun schon 2 Monate hinter sich gelassen
und hat nunmehr fast 15.000 Hits
Nunja, 15.000 sind nichts im Vergleich zu dem Body Pics Beitrag aber immerhin

Ich habe seit langer Zeit Anregungen zu diesem Thema (trotz anderer Ankündigung)
einfach liegen gelassen. Zum einen stehen hier viele Anregungen im Thema,
zum anderen erhielt ich auch die ein oder andere PM.

Aber im Gegensatz zu der Zeit, als ich diesen Beitrag verfasst habe, habe ich nun quasi
3 Vollzeitbeschäftigungen und komme auch weder heute (oder morgen oder sonstwann) dazu,
den "Kernbeitrag" zu aktualisieren.

Macht aber auch nicht so viel. Denn in Euren Beiträgen steht so ziemlich alles,
was in meinem Beitrag nicht richtig rüber kommt, als Anregung.

Wer also auch die kleinen "Fehler" verbessert haben will,
der sollte die folgenden nunmehr 7 Seiten auch lesen.
Wenn man sich die Mühe macht, die ersten 3 "Kernposts" zu lesen,
dann schlägt dies ja auch nicht mehr zu Buche, oder?

Soweit und beste Grüße,

ciff
02. Nach der Diät ist vor der Diät
Dies könnte ein Leitsatz für quasi alle Diäten sein, die (man)/frau heute so in Brigitte, Freundin und Co. vorgesetzt bekommt.
Wahrscheinlich hast Du schon die ein oder andere qualvolle Diät hinter Dir. Tagelanges Hungern, bloß kein Fett, keine Schoki.
Du hast Dich ausgelaugt und müde gefühlt. Und wenn Du durchgehalten hast, dann hast Du nach 1-2 Wochen tatsächlich ein
paar wenige Kilos weniger auf die Waage gebracht.
Aber der Zählerstand ein paar Tage/Wochen später offenbarte nichts Gutes. Mehr als vor der Diät. Nun gibt
Frustessen.

03. Fehler bei der Diät
Viele Leute denken, dass man durch sehr wenig bis gar nichts essen oder gar durch Sport abnehmen. Beides stimmt nicht.
Klar wird man eine Zeitlang abnehmen, wenn man auf essen verzichtet. Aber spätestens, wenn
wiegt man ganz schnell wieder soviel wie vorher, meist sogar mehr (Jojo-Effekt). Wir werden später sehen, dass man „weniger“ essen muss,
um abzunehmen, aber nicht viel.
Der Unterschied zwischen Abnehmen und Gewichthalten liegt salopp gesagt bei
Das ist es eigentlich schon. Später mehr dazu.

04. Wenn ich von Abnehmen spreche
…meine ich eine Körperfettreduzierung. Die oben erwähnten Diäten haben den Nachteil, dass nur ein Teil des verlorenen Gewichtes
das verhasste Fett darstellt. Der Körper baut auch Muskelmasse ab. Die wollen wir ja eigentlich behalten

05. Zieldefinition
Bevor wir überhaupt mit einer Diät anfangen, sollten wir uns Ziele setzten.
Im Normalfall ist das Ziel einer Diät für die meisten Menschen ein bestimmtes Gewicht.
Der Diätwillige wiegt z.B. 80kg und setzt sich als Ziel 70kg. Dabei sollte das Gewicht bei der Zielsetzung eine untergeordnete Rollte spielen.
Man sollte sich vor Augen halten, wie man gerne aussehen würde und was realistisch zu schaffen ist. Primäres Ziel einer Diät sollte also
das eigene Spiegelbild sein, sekundäres Ziel das Gewicht.

Ich will dazu mal ein Beispiel geben. Mich.
Ich bin männlich und habe vor 2 Jahren bei 1,90m 82-84kg gewogen. Dann habe ich schnell zugenommen und war, bevor ich es überhaupt
so richtig realisiert hatte, bei 98kg. Das sollte wieder runter.
Ich wollte runter auf 85kg. Heute wiege ich 93kg und bin der Meinung, dass ich mein primäres Ziel bald erreicht habe.
Wenn das soweit ist, werde ich jedoch nicht weniger als 93kg wiegen. Wie kann das sein?
Ganz einfach: Als ich anfing meine Ernährung umzustellen, fing ich auch mit Kraftsport an. Mein Körperfettanteil ist heute nicht
wesentlich höher als vor 2 Jahren, als ich noch unter 85kg hatte. Aber heute gefalle ich mir deutlich besser, obwohl ich viel schwerer bin.
Ich habe viel Muskelmasse in kurzer Zeit aufgebaut und 1kg Muskelmasse hat viel viel weniger Volumen als 1kg Fettgewebe.
Anfangs habe ich sogar, obwohl ich sichtbar „abgenommen“ habe, auf der Waage zugenommen.

Dies nur ein Beispiel dafür, warum das Gewicht unser sekundäres Ziel sein sollte, das Spiegelbild hat Vorrang.

06. Kaloriendefizit – Die eiserne Regel der Körperfettreduzierung
Eigentlich braucht man nur eine Formel wissen um abzunehmen:

Körperfettreduzierung = (Grundumsatz + Leistungsumsatz) x 0,80-0,90

Was sagt das aus? Um eine Körperfettreduzierung zu erreichen, müssen wir 10-15% weniger essen. Nicht an Masse, sondern an Brennwert.
Wir nehmen unseren Gesamtumsatz (Grundumsatz + Leistungsumsatz) und essen ein wenig weniger.
Der Grundumsatz ist die Kalorienmenge, die der Körper verbraucht um im Ruhezustand zu funktionieren. Egal was wir machen, der Grundumsatz
bleibt in der Regel mit leichten Schwankungen gleich.
Der Leistungsumsatz ist die Kalorienmenge, die der Körper durch seine Bewegungen und aktiven Denkprozesse verbraucht. Den Leistungsumsatz
können wir durch aktive Bewegung und Denkprozesse beeinflussen. Mehr Bewegung = mehr Leistungsumsatz.

Trotzdem ist diese Formel, wie wir unter "11. Kalorienbedarf ermitteln" sehen werden, mit Vorsicht zu genießen.

07. Wie funktioniert das?
Ein leichtes Kaloriendefizit ist also der Schlüssel zur erfolgreichen Abnahme. Der Körper bekommt relativ „genug“ Nährstoffe um einwandfrei
zu funktionieren. Der Grundumsatz ist zu 100% abgedeckt und der Leistungsumsatz fast vollständig. Um trotzdem auf 100% fahren zu können,
holt sich der Körper die fehlende Energie aus den Fettreserven.
Jeden Tag der Diät werden also (geringe) Mängel durch die Fettdepots des Körpers ausgeglichen. Das hat den Nachteil, dass die
Körperfettreduzierung relativ lange dauern kann. Es hat aber auch den entscheiden Vorteil, dass die Körperfettreduzierung von Dauer sein wird.
Durch den nur sehr geringen Mangel (und „Refeed“, siehe weiter unten) verhindert man, dass der Körper denkt, es herrsche ein Mangel an Nahrung
und auf Sparflamme schaltet. Dies passiert nämlich bei herkömmlichen Diäten. Der Körper ist so unterversorgt, dass er 1. nichtlebensnotwendiges
Muskelgewebe vor wichtigem Fettgewebe abbaut und sobald er wieder ausreichend Nahrung bekommt, vorsorglich Fettgewebe aufbaut.
Es könnte ja bald wieder eine Hungersnot kommen (Jojo-Effekt).


08. Der Weg zum Kaloriendefizit
Es gibt zwei grundlegende Möglichkeiten ein Kaloriendefizit zu erlangen. Diese beiden Möglichkeiten lassen sich hervorragend kombinieren.
Zum einen ist da die direkte Reduzierung der Nährstoffe durch weniger Zufuhr in Form von „Essens-Masse“ und/oder eine Umstellung
auf nährstoffärmere Nahrungsmittel. Im Gunde scheint es egal zu sein, was man isst. Ein Defizit lässt sich mit Salat und Co. erstmal genauso
bewerkstelligen wie mit Schokolade und purer Remoulade. Nur sind wir bei Nahrung mit mehr Volumen voller und spüren so weniger Hunger
(nur eine beispielhafte Kurzfassung des Ganzen). Es ist also erstmal egal, was wir essen, um ein Defizit zu bekommen,
nur ist es mit „gesunder“ Ernährung leichter.
Der andere Weg ist unveränderte Nahrungszufuhr (bei bisher gleich bleibendem Gewicht) mit Erhöhung des Leistungsumsatzes durch
z.B. Sport, mehr Bewegung, Auto öfter stehen lassen, etc.
Wie schon erwähnt, lässt sich beides wunderbar kombinieren.

09. „Refeed“
Um den Körper in Hinblick auf Jojo-Effekt noch weiter auszutricksen, sollten wir einmal die Woche ein „Refeed“ durchführen. Wir fahren ja permanent
mit einem leichten Defizit. Auch wenn wir dadurch, dass es nur ein leichtes Defizit ist, dem Körper schon signalisieren,
dass kein wirklicher Mangel herrscht, können wir noch mehr tun. Wir essen einmal die Woche so richtig viel. Das signalisiert dem Körper
zusätzlich noch einmal, dass kein Mangel herrscht. Hat aber noch einen sehr positiven Effekt: Geistige Entspannung!
Wochenlang immer aufs Essen achten zu müssen ist anstrengend, nervenaufreibend, doof.
Wenn wir nun einmal die Woche so richtig reinhauen dürfen, hilft uns das zusätzlich die anderen 6 Tage der Woche durchzuhalten.

Geändert von brulp (16.03.2008 um 17:56 Uhr)
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  "Richtig" Abnehmen - Eine Anleitung Beitrag #2  
Alt 18.01.2007, 11:09
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10. Wunschfigur erreicht! Was nun?
So, es ist soweit, man mag sich wieder gerne im Spiegel anschauen. Diät vorbei! Juhu?
Diät vorbei? Leider noch nicht. Wieder muss noch etwas gegen den Jojo-Effekt tun. Wenn wir nun sofort wieder auf 100% unseres Gesamtbedarfs hochgehen,
werden wir wahrscheinlich wieder ein wenig zunehmen. Wir müssen also langsam wieder auf 100% hoch. Wir haben je nach Gesamtumsatz ein Defizit von
200-500kcal gehabt. Um nun den Körper langsam wieder an die 100% zu gewöhnen gehen wir in wöchentlichen Schritten von 50(-100)kcal wieder hoch.
Nun sind wir fertig und müssen darauf achten die 100% Gesamtbedarf nicht allzu oft zu überschreiten. Sonst geht’s bald zur nächsten Diät.
Eine abgeschlossene Diät ist nämlich keine Garantie auch schlank zu bleiben.
Neben der kurzen Formel „Leichtes Kaloriendefizit = Gewichtsverlust“ gilt nämlich auch die Formel „Leichter Kalorienüberschuss = Gewichtszunahme“.
Nicht vergessen

11. Kalorienbedarf ermitteln
Die meisten werden es nicht problemlos hinbekommen, ein leichtes Defizit zu bekommen ohne mehr oder weniger seine Kalorien zu zählen und seinen
Kalorienbedarf zu kennen. Seinen Kalorienbedarf rechnerisch zu ermitteln ist gar nicht so einfach und wird auch nur annäherungsweise funktionieren.
Es gibt viel zu viele Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen. Diese können einfach nicht beachtet werden. Um uns aber möglichst nah an unseren Bedarf
anzunähern machen wir folgendes: Wir suchen uns in den Weiten des Internets 4 Kalorienbedarfsrechner, errechnen mit jedem unseren Bedarf und nehmen
den Durchschnittswert, an dem wir uns nun orientieren können.
Es ist zu beachten, dass Menschen mit einem sehr hohen KFA (im Volksmund: hohes Übergewicht) weniger Kalorien verbrauchen als Menschen mit
einem niedrigen KFA und dem selben Gewicht, da Körperfettgewebe einen geringern Umsatz hat. Dies ist aber in den meisten Fällen nicht allzu gravierend,
da wir ja eh nur mit Näherungswerten arbeiten.

Weiter sollte von Sport treibenden Personen beachtet werden, dass je nach Intensität der Ausführung der jeweiligen Sportart der Bedarf leicht bis sehr stark
ansteigen kann. Es kann in einigen Fällen ratsam sein, auch während einer Diät den Bedarf für Sporttage gesondert auszurechnen.

kcal-Rechner-1
kcal-Rechner-2
kcal-Rechner-3
kcal-Rechner-4

Nun haben wir aber vielleicht ein Problem. Und zwar dann, wenn wir "zu leicht" sind: Der Grundumsatz ist nicht genau ermittelbar.
Wenn wir groß und stark sind und viel Sport treiben, dann haben wir vielleicht einen Gesamtbedarf von 4000kcal am Tag. Davon sind 10% 400kcal und 20% 800kcal. Wenn man sein Defizit mit 500kcal am Tag plant, dann kann man hier nichts falsch machen, da das Defizit je nach Schwankung zum ermittelten Bedarf trotzdem noch bei mindestens 300kcal liegen wird.
Da sieht das geschulte Auge schon das Problem.
Was macht eine Frau, die klein und schmächtig ist? Nehmen wir an, der ermittelte Dedarf beträgt 2200kcal am Tag.
10% sind 220kcal am Tag und 20% sind 440kcal.
Was aber wenn der tatsächliche Bedarf bei 2000kcal liegt und 10% genommen werden? Richtig, kein Defizit.
Wenn nun aber 20% genommen werden und der tatsächliche Bedarf bei 2400kcal liegt, dann landet man bei einem Defizit von 640kcal.
Das ist für jemanden, der 4000kcal am Tag braucht, ein vertretbares Defizit aber bei 2400kcal kann das später leicht zum Jojo führen, weil je nach Stoffwechsel, etc. das Defizit viel zu hoch sein könnte.

Von daher:
Es gilt: Leichtes, rechnerisches Defizit von 10-20% unter Beobachtung.
Hier muss man auf seinen Körper hören. Ist es zu viel Defizit, langsam ein wenig mehr essen.
Ist es zu wenig Defizit, langsam ein bisschen mehr essen.
Einfach auf den Körper hören!

Und: Ein leichtes Hungergefühlt ist kein Zeichen für ein zu hohes Defizit. Hunger gehört nun mal leider dazu.


12. Körperfettanteil ermitteln
Immer wieder kommt die Frage, wie man seinen KFA errechnet. Auch hier lautet die Antwort, dass es nur annäherungsweise geht.
Am häufigsten werden Waagen mit Körperfettmessgerät benutzt. Diese sind SEHR ungenau.
Wenn man eine solche Körperfettwaage benutzt, sollte man diese nur zur Orientierung nutzten, von ihr aber nicht den tatsächlichen KFA ablesen.
So stellte ich mich vor kurzen auf eine solche Waage. Ich habe nach dieser einen KFA von 30%. Totaler Nonsens.
Aber wie benutzte man diese als Orientierung?
Man kann sich in regelmäßigen Abständen (täglich, wöchentlich, etc.) unter gleichen Umständen (morgens direkt nach dem Aufstehen ohne Flüssigkeits-
und Nahrungszufuhr) auf die Waage stellen und vergleichen, ob sich der KFA verändert hat. Mehr nicht.
Eine weitere, wesentlich gernauere Methode ist die 7-Falten-Methode. Hier wird ein Caliper (Messschieber) benötigt. Gibt’s im Baumarkt
oder der Apotheke Deines Vertrauens.
Es ist zu beachten, dass bei Männlein und Weiblein aufgrund des genetisch bedingten Muskelanteils ein anderer KFA normal ist.
Siehe Körperfettanteil bei Wikipedia
Wozu das Ganze?
Weiß ich auch nicht, es ist eigentlich sinnlos seinen KFA zu wissen. Man weiß auch so, dass man zuviel, zuwenig oder genau richtig hat. Spiegelbild reicht.
Es ist lediglich zu beachten, dass ein zu geringer KFA schädlich für den Körper ist, da der Körper permanent auf KF-Reserven zugreifen können muss.
Männer bitte nicht <8% und Frauen bitte nicht <15%.

13. B.M.I – Body Mass Index
Der BMI ist völlig nichts sagend und sollte eigentlich für gar nichts zu Rate gezogen werden. Er dient nicht einmal als Richtwert für irgendetwas.
Warum das so ist, will ich Euch wieder einmal an mir als Beispiel deutlich machen.

Wie der BMI berechnet wird, erfahrt Ihr bei Wikipedia – BMI

Ich habe mit meinen 93kg, der Körpergröße 190cm, dem Alter 24 Jahre und dem Attribut männlich demnach einen BMI von knapp über 25. Ich bin also übergewichtig.
Ist aber nicht so. Ich bin fast genau richtig. Wenn ich nun noch mehr trainiere und noch mehr Muskelmasse hinzubekomme, dann bin ich richtig schlimm übergewichtig.
Hätte ich ein wenig weniger Muskelmasse und ein wenig mehr KF, dann wäre ich vielleicht in dem Sinne übergewichtig. Hätte ich nun aber deutlich weniger Muskelmasse
und viel mehr KF, dann wäre ich wohl das, was man als dick bis fett bezeichnet. Aber all dies vermag mir der BMI nicht zu sagen.
Vergesst den BMI!

14. Sport während und nach der Diät
Wie schon erwähnt, ist Sport sehr gut geeignet um seine Leistungsumsatz zu erhöhen und somit dem Ziel Abnehmen näher zu kommen.
Aber Sport an sich ist immer gut. Man sollte nicht, sobald man sein Diätziel erreicht hat, mit dem Sport aufhören. Sport hält jung und fit.
Die Haut wird gestrafft, der Kreislauf ist stabiler, es kann generell mehr geleistet werden, der nächste Umzug fällt leichter, weniger Krankheiten
und Haltungsschmerzen sind auch eine Nebenwirkung und es dauert vielleicht ein paar Jahre länger, bis man wegen Altersverschleiß aus dem 4. Stock
ins Erdgeschoß ziehen muss.
Dabei gilt aber, dass man sich nicht zuviel zumuten sollte. Professionelle Leistunksportler leben keinesfalls gesund. Profi-Fußballer z.B. sind mit spätestens
Mitte/Ende 30 ausgebrannt und „kaputt“.
Deshalb empfehle ich bei jeglichen Gesundheitsbedenken einen oder mehrere Ärzte aufzusuchen und Trainer um Rat zu fragen. Dabei ist bitte zu beachten:
Ärzte und sonstige Fachleute aus dem Bereich laufen mit vielen Irrtümern, Dogmen, etc. durch die Gegend. Vieles, was für 10-50 Jahren gelehrt wurde,
ist nach heutigem Kenntnisstand totaler Schwachsinn und wird trotzdem aus den verschiedensten Gründen als totalitäre Wahrheit verkauft. Auch ist
die Forschung nach heutigem Kenntnisstand ist längst nicht abgeschlossen. Eiserne Regel hier: Höre in Dich rein, höre, was Dein Körper Dir sagt!

15. Durchschnittlicher Umsatz bei verschiedenen Sportarten
Ich verlinke hier einmal zu einer Homepage, auf der zu sehen ist, bei welcher Sportart man wie viel verbraucht. Bitte nimm diese Angaben
nur als groben Richtwert, um zu sehen, mit welcher Sportart Du wahrscheinlich mehr als mit einer anderen verbrauchst.
Du wirst zu einer sehr sehr hohen Wahrscheinlichkeit diesen Wert nicht treffen.

Hier geht’s zum Link

Kurz einmal erwähnt:
Es kommt nicht nur darauf an, was man nun beim aktiven Sport verbraucht!
Jemand, der regelmässig einer oder mehreren sportlichen Tätigkeiten nachgeht, der verbraucht auch in den Ruhephasen mehr.
Der Stoffwechsel steigt und zwar zu jeder Tageszeit. Somit haben wir zum einen den höheren Verbrauch beim Sport selber und einen
erhöhten Bedarf in den Ruhephasen.

16. Gezielt an Bauch, Beine, Po, etc. abnehmen
Die gezielte Reduzierung von KF an bestimmten Körperregionen ist leider immer noch nicht möglich. Deine Genetik entscheidet für Dich,
wo du wann wie viel abnimmst. Tut mir leid, dies sagen zu müssen, es ist aber leider so. Im Schnitt kann man sagen, dass Männer an
der Problemzone Bauch und Frauen an den Problemzonen Hüften und Po eher weniger schnell abnehmen.
Dies ist keine allgemeingültige Regel. Wir sind zwar alle Menschen, unterscheiden uns (glücklicherweise) aber immens voneinander.

Geändert von ciff (05.02.2007 um 12:15 Uhr)
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  "Richtig" Abnehmen - Eine Anleitung Beitrag #3  
Alt 18.01.2007, 11:09
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17. Die richtige Ernährung
Ja, was ist das, die richtige Ernährung?
Ich kann hier nur sagen: Woher soll ich das wissen?
Die Wissenschaft ist hier noch lange nicht an einem Punkt angelangt, an dem man sagen könnte: So ist richtig!
Die Konzerne propagieren Ihre Wahrheit zur Gewinnmaximierung, Nahrung wird durch Chemikalien und Gentechnik effizienter
(für den Geldbeutel der Konzerne) gestaltet, usw.

Fakt ist: Vor ein paar tausend Jahren wussten wir noch nichts von (Massen)-Tierhaltung; auch der Anbau von Getreide, Gemüse und Obst
war bis vor einigen tausend Jahren unbekannt für die Menschheit. In den letzten 75 Jahren hat sich bei der Verschlimmbesserung unserer
Lebensmittel erst so richtig was getan.
Dabei schreitet die Menschheitsentwicklung seit vielen zig tausend Jahren voran. Nach Wissensstand der heutigen Zeit waren wir einmal
Jäger und Sammler. Wir konnten nur essen, was nicht schnell genug war oder an Bäumen und Sträuchern wuchs. Wahrscheinlich: Mammut, Beeren und Nüsse.
Aber wer weiß das schon so genau?
Ich rate einfach auf den Körper zu hören. Was brauchst Du? Worauf hast Du (wirklich) Hunger? (Achtung: Geschmacksverstärker „verarschen“ Dein Gehirn!)

Ein paar Dinge gilt es jedoch zu beachten:
Kalorienarme Kost vermag durch Volumen das Hungergefühl vielleicht zu vermindern; es fehlt jedoch oftmals der Geschmack (Fett ist oft der Geschmacksträger).
Weiter gilt zu beachten, dass Fett nicht böse ist. Wir brauchen ausreichend Fett in unserer Nahrung.

Oft wird bei Diäten eine bestimmte Tagesverlaufskurve für Kohlenhydrate empfohlen.
Morgens wenig KH, vormittags mehr, mittags viele, nachmittags wieder mehr und abends dann wieder kohlenhydratarm.
Warum?
Morgens wird der Nachbrenneffekt des Schlafes ausgenutzt. Wenn wir schlafen, nehmen wir keine Nährstoffe zu uns. Trotzdem verbrennt der Körper im Schlaf Nährstoffe.
Entweder diejenigen, die vom Tag vorher übrig sind oder aus den Fettreserven. Wenn wir morgens aufwachen, haben wir einen niedrigeren Blutzuckerspiegel als normal.
Wenn wir nun mit der Zufuhr von KH warten, verbrennt der Körper weiter Fettreserven. Also ein leichtes Frühstück um in den Tag zu starten. Später am Vormittag
müssen wir langsam die verschiedensten Aufgaben bewältigen und brauchen dafür KH. Mittags essen wir dann nochmals eine KH-reiche Speise. Wir wollen ja vielleicht
am Nachmittag noch Sport treiben und brauchen dafür Energie. Nachmittags und Abends reduzieren wir wieder den KH-Anteil der Nahrung. Wenn wir uns mit wenig
Blutzucker ins Bett legen, verbrennen wir wiederum mehr Fettreserven in der Nacht. Am Morgen geht’s dann wieder von vorne los.

Dann heißt es: Morgens kh-reich und nur abends arm.
Wieder andere sagen, es sei egal, was man wann isst. Man könne auch direkt vorm Schlafen gehen noch was essen.
Dann heißt es wieder: Vor dem Schlafen kein Salat.
Und dann heißt es...
...

Letztendlich mag es vielleicht egal sein, was du wann isst, solange du ein Kaloriendefizit hast und Deine Nahrung über 3+ Mahlzeiten am Tag verteilst.
Es wird nur oft dies und das empfohlen.

Weiter sollte bei sportlichen Aktivitäten je nach Intensität darauf geachtet werden, dass man 1-2h vor Beginn nichts mehr isst.
Allenfalls etwas leicht verdauliches (z.B. Banane).

Leckere Rezepte gibt es übrigens im Workout-Rezepte-Forum

18. Nahrungsmittel mit negativen Kalorien
Immer wieder wird nach so etwas gefragt. Was soll ich dazu sagen?
Lies Dir einfach diesen Beitrag durch und versuch schlauer zu werden…

19 Nahrungsergänzungs- und Fettabbaumittelchen
Kurz: Lass Dir das Geld anders aus der Tasche ziehen.
Es gibt bisher kein Mittelchen, was Deinen Fettabbau fördert. Alles nur Vermarktung von Schrott.
Momentan ganz modern: L-Carnitin
Mir ist keine unabhängige Studie, die auch nur ansatzweise aussagt, dass dieser „Wirkstoff“ den „Fatburneffekt“ fördert.
Es gibt aber natürliche Mittelchen, die den Stoffwechsel als Ganzes in Schwung bringen. Hierzu gehört z.B. Kaffee.

20. Alkohol, Diät und Sport
Hier würde ich gerne auf einen interessanten Artikel verklinken.
klick

21. Rauchen, Diät und Sport
Rauchen ist genau wie Alkohol eine äußerst schädliche Angewohnheit.
(Achtung: Nun folgt meine persönliche Meinung)
Aber ich denke, dass ein Raucher, dem es darum geht sein KFA zu reduzieren, erstmal vielleicht das Rauchen nicht ganz einstellen sollte.
Sportliche Unterstützung der Diät wird wahrscheinlich durchs Rauchen stark beeinträchtigt werden, aber: Jeder Mensch, den ich kenne,
der das Rauchen aufgegeben hat, hat erstmal zugenommen.
Ich finde, man sollte eins nach dem anderen machen. Vorzugsweise erst mit dem Rauchen aufhören und dann die Diät.
Aber wahrscheinlich ist eine Diät für viele Menschen wichtiger als das Nichtrauchen.

22. Magersucht und andere Essstörungen
Vor allem bei Frauen, aber auch in den letzten Jahren vermehrt bei Männern, können Diäten zum Wahn, zum Zwang, zur Sucht werden.
Magersucht und andere Essstörungen sind erstzunehmende Krankheiten. Solltest Du bei Dir selber feststellen, dass Du diesbezüglich Probleme hast,
oder häufiger von Deinem Umfeld darauf aufmerksam gemacht werden; so tu Dir einen großen Gefallen und gehe so schnell wie es Dir möglich ist
zu einem Arzt oder einer Beratungsstelle und lass Dir Helfen.
Essstörungen sind Krankheiten, die sich nicht ohne fachmännische Anleitung behandeln lassen.

23. Motivation und Schlussworte
Zu guter letzt noch ein paar Worte:
Du hast hier nun schon eine Menge gelesen, vielleicht einiges noch nicht so ganz verstanden und fragst Dich vielleicht immer noch, warum eine
FDH-Diät (Friss die Hälfte) nicht die besser sein soll. Vielleicht gehst Du mit anderen Punkten oder Meinungen in diesem Beitrag auch nicht einher
und vielleicht habe ich mich ja auch irgendwo wirklich getäuscht oder so.
Nichtsdestotrotz, eine Regel gilt auf jeden Fall und wenn Du die einhältst, dann klappt es auch über kurz oder lang mit Deinen Diätzielen:

Leichtes Kaloriendefizit = Körperfettreduzierung

Viel Erfolg!

24. K.A.K oder auch: Irren ist menschlich!
So, zu guter letzt möchte ich noch „Kommentare, Anregungen und Kritik“-Wünsche äußern.
Ich bin kein Fitness-Guru, kein Ökotrophologe und kein Arzt. Ich bin einfach ein Hobby-Sportler, der auch am Abnehmen ist.
Falls also etwas grundlegend falsch sein sollte oder fehlt oder irgendwo der Ausdruck / die Grammatik einfach für den Hund sein sollte:
Scheucht Euch nicht, dies hier zu posten!

Ich werde nach und nach diesen Beitrag (mit hoffentlich Eurer Hilfe) immer weiter verbessern.

Geändert von ciff (24.01.2007 um 13:34 Uhr)
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  "Richtig" Abnehmen - Eine Anleitung Beitrag #4  
Alt 18.01.2007, 11:11
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  "Richtig" Abnehmen - Eine Anleitung Beitrag #5  
Alt 18.01.2007, 12:30
Benutzerbild von Siddi
Siddi
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very

Hab mir das eben mal komplett durchgelesen.

Ist echt super und sollte meiner Meinung nach gepinnt werden.

Jetzt kommen hoffentlich nicht mehr so viele Abnehm-Threads.

Hab nur zwei kleine Anmerkungen.

Bei 12. meinst du, dass Frauen <5 haben sollten und nicht >5.

Und die Sachen mit dem Essen vor dem Schlafen.

Hab hier aus dem Forum heraus genommen, dass es nicht stimmt.

So lange man nicht mehr als seine angetrebte kcal-Menge isst, wäre es nicht schlimm, da der Körper die Nahrung speichern würde und am nächsten Morgen wieder verstärkt verdaut.

Es gäbe nur ein paar Ausnahmen, wie z.B. Salat, den man aus anderen Gründen nicht direkt vorm Schlafen essen sollte.

Zum Abschluss möchte ich sagen, dass ich es toll finde, dass du dir so fühl Mühe gemacht hast und das alles zusammen getragen hast!

Respekt!!!

Vielen dank!!!

Gruß

Siddi

Edit: Sehe gerade, dass du das schon geändert hast mit dem KFA von Frauen.

Geändert von Siddi (18.01.2007 um 12:33 Uhr)
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  "Richtig" Abnehmen - Eine Anleitung Beitrag #6  
Alt 18.01.2007, 12:42
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Danke fürs Klatschen
Das mit <> ist mir auch grad aufgefallen

Wie meinst Du das nun mit der Kritik am Essen:
Das es egal ist, direkt vor dem schlafen etwas zu essen oder KH-reich zu essen oder beides?
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