Wichtige Aspekte der Ernährung:Zweikettige Aminosäuren
Nach dem Training ist der Muskel am aufnahmebereitesten für Nähstoffe(anaboles Zeitfenster). Dies ist der optimale Zeitpunkt um den Muskel mit den erforderlichen Nährstoffen zu versorgen. Der Muskel ist wie ein Schwamm. Zum einen soll mit schnell verfügbaren Kohlenhydraten der Glykogenspeicher im Muskel wieder aufgefüllt werden. Zum anderen ist dies der richtige Augenblick, den Muskel mit den für die Regeneration notwendigen
Aminosäuren zu versorgen, um eine optimale Regeneration zu gewährleisten. Mageres Fleisch und Fisch nach dem Training, aber auch Molkeproteinpulver sind hierfür erste Wahl.
Säure-Basen-Gleichgewicht
Durch die übermäßige Zufuhr von Getreide, Käse, salzige und verarbeitete Lebensmittel und körperliche Belastung, steigt der Säuregehalt in den Körperflüssigkeiten. Um dieser Übersäuerung entgegen zu wirken setzt der Körper gespeicherte Basen frei. Sind diese nicht ausreichend vorhanden, also wurden durch die Nahrung zugeführt, muss der Körper über andere Prozesse Basen freisetzen oder Säure ausscheiden. Hierfür wird Glutamin aus der Leber, Kaliumsalz aus den Knochen, oder Muskeleiweis genutzt. Dies bringt den Säure-Basenhaushalt wieder ins Gleichgewicht, bewirkt aber auch den Abbau von Körpersubstanz und katabole Prozesse. Der übermäßige Verzehr von Säurebildenden Lebensmitteln sollte vermieden werden.
Ernährung mit magerem Fleisch, Fisch und Quark erhöht den Glutamingehalt im Blut und verhindert so, dass der Körper Glutamin aus Muskeleiweiß abbaut um den Säuregehalt im Blut zu senken. Katabole Prozesse werden somit verhindert und die Muskelregeneration gefördert. Glutamin fördert zudem die
Protein- und Glykogenbildung (
http://de.wikipedia.org/wiki/Glutamin).
Basen und Säurebildende Nahrungsmittel im Überblick:
http://www.zentrum-der-gesundheit.de...ensmittel.html
Nähstoffreiche Lebensmittel:
1. Frisches Gemüse
2. Fisch und Meeresfrüchte
3. mageres Fleisch
4. Vollkorngetreide und Milch
5. Nüsse und Samen
Was sollte ich wann essen?
Ziel nach dem Training:
1. Kohlenhydratspeicher auffüllen: Die Glykogenspeicher im Muskel werden bei einer intensiven körperlichen Belastung entleert und müssen wieder aufgefüllt werden, um ein Abbau von Muskeleiweis zur Energiegewinnung zu verhindern.
2. Flüssigkeit aufnehmen
3. Spurenelemente: Spurenelemente sind wichtig für die optimale Funktion des Immunsystems. Harte körperliche Belastung schwächt das Immunsystem und führt bei einer falschen Ernährung zu Erkältung, Grippe oder Infekte
4. Aufnahme von Aminosäuren: Nach der körperlichen Belastung ist der Muskel am aufnahmebreitesten für Nährstoffe. Zu diesem Zeitpunkt sollten die benötigten Aminosäuren zur späteren Regeneration aufgenommen werden
5. Elektrolyte: Dies sind Salze, die in Form von Ionen die Nervensignale in den Muskeln weiterleiten und dafür sorgen, dass der Muskel kontrahiert. Diese werden im Laufe der körperlichen Belastung durch das Schwitzen verbraucht und müssen wieder aufgefüllt werden. Diese sind vor allem in Obst wie Äpfel oder Bananen vorhanden. Zudem kann es sinnvoll sein Natrium über eine Prise Salz zuzuführen.
6. Säure-Basen Ausgleich herstellen
Optimale nach dem Sport: Fruchtsaft mit Früchten, Dextrose und Molkeprotein.
Warum sollten wir mehr Eiweiß- und Fetthaltige Lebensmittel und weniger Kohlenhydratreiche zu uns nehmen?
Die schnelle Verfügbarkeit von Energie aus Kohlenhydraten führte dazu, dass gerade die Ernährung von Sportlern immer mehr auf Kohlenhydraten basiert. Zudem wurde fälschlicherweise angenommen, dass rotes Fleisch Herzerkrankungen verursacht und Fett für Übergewicht verantwortlich ist. Dies hat aber negative Folgen, da kohlenhydratreiche Lebensmittel oftmals Nährstoffarm sind. So enthält industriell verarbeiteter Zucker keine Vitamine oder Spurenelemente. Ein Sportler, der viel Zucker zu sich nimmt hat zwar Energie, ist aber nicht zwangsläufig gesund und enthält seinem Körper wichtige Stoffe zur Regeneration vor. Dies führt gerade bei Sportlern zu Erkältung, Grippe, Infekte und Entzündungen von Muskeln und Gelenken. „Normale“ Personen, die vorwiegend Kohlenhydrate in Form von Weißmehl und Zucker zu sich nehmen, leiden eher an Übergewicht und anderen Zivilisationskrankheiten.
Die Untersuchung anhand der Ernährung anderer Primaten, fossiler Funde, anthropologische Berichte über moderne Jäger und Sammler diverser Naturvölker und der Untersuchung unser eigenen heutigen biochemischen Zyklen und Stoffwechselwege hat gezeigt, dass der menschliche Körper auf die Verarbeitung natürlicher Lebensmittel mit einem hohen Fett und Eiweißgehalt ausgerichtet ist. Ähnlich wie bei Fleischfressenden Tieren kann der menschliche Körper die Nährstoffe aus Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst besser verwerten.
Um herauszufinden, welches die guten Lebensmittel sind kann die Faustregel gelten: Alles was noch genießbar ist, nachdem man es unter fließendes Wasser gehalten hat.
Bsp. Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst, Nüsse
Schlechte Lebensmittel: Zucker, Getreide (vgl.
http://josef-stocker.de/starch.pdf/ Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Fleisch aus Masthaltung (Getreide und Sojafütterung)
Nützliche Links:
http://thebrowser.com/interviews/gary-taubes-on-dietinghttp://www.urgeschmack.de/http://artgerecht-essen.de/getreide.htmlhttp://www.ernaehrgesund.de/
Literatur:
Cordain, Loren/ Friel/ Joe(2011): Das Paläo-Prinzip der Gesunden Ernährung im Ausdauersport, Betzenstein: Sportwelt Verlag.
Taubs, Gary(2008): Good Calories, Bad Calories: Fats,
Carbs, and the Controversial Science of Diet and Health. Anchor.