Der ganze Thread fußt auf einem grundlegend falschen Verständnis vom Verhältnis von Energieumsatz und Energieaufnahme:
Energiedifferenz= Energieaufnahme - Energieumsatz
EΔ= E(in) - E(out)
Grundsatz: Energie kann nicht erzeugt, sondern nur umgewandelt werden.
Der Körper versucht die Energiedifferenz immer Konstant zu halten, sprich:
Erhöhe ich den Energieumsatz (z.B. mehr Sport) bedarf es mehr an Energieaufnahme. Das Ergebnis ist ein größeres Hungergefühl.
-> Wer mehr Sport macht hat mehr Hunger und muss mehr essen.
Verringer ich den Energieumsatz bedarf es weniger an Energieaufnahme. Ich habe seltener Hunger.
-> Wer weniger Sport macht, muss weniger essen.
Verringer ich die Energieaufnahme verringert sich die körperliche Leistungsfähigkeit.
-> Wer seine Kalorienaufnahme verringert, ist weniger Leistungsfähig.
Daraus folgt: Erhöhe ich den Energieumsatz muss sich die Energieaufnahme erhöhen.
Der Körper versucht EΔ immer Konstant zu halten. Dies ist ein aktiver Prozess, der über Hormone gesteuert wird.
Die Theorie von Völlerei und Bewegungsmangel ist hiermit nicht vereinbar. Fettleibigkeit ist ein gestörtes Verhältnis von Energieaufnahme und Energieumsatz. Diese Störung resultiert nicht aus Völlerei oder Bewegungsmangel, sondern aus einer gestörten Funktion der Regulierung der Engerieaufnahme.
Eine Schlüsselrolle dieser gestörten Regulierung spielt der Blutzuckerspiegel und das Hormon Insulin.
Eine erhöhte Aufnahme von Zucker und Kohlenhydraten führt zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels. Darauf reagiert der Körper mit der Ausschüttung von Insulin. Da der Körper evolutionär nicht auf ein hohes Maß von Kohlenhydraten ausgelegt ist, reagiert der Körper mit einer übermäßigen Ausschüttung von Insulin, was dazu führt, dass der Blutzuckerspiegel unter seinen Normalwert abrutscht. Daraus resultiert wieder ein Hungergefühl.
Insulin: Insulin ist das einzige Hormon, dass aktiv die Einlagerung von Fett in die Fettzellen steuerert.
Glukose: Glukose verhindert, dass Fett in den Fettzellen in Fettsäuren umgewandelt werden, um dem Körper als Energie zu Verfügung gestellt zu werden. Kohlenhydrate hemmen den FettabbauEs geht nicht darum wie viel ich esse, es geht darum WAS ICH ESSE!Esse ich das richtige (Viel Fett, weniger Kohlenhydrate, kein Zucker, wenig Kohlenhydrate) steuert der Körper die erforderliche Energieaufnahme AKTIV durch das Hunger- und das Sättigungsgefühl.
Beispiel Lipödem: Lipödem ist eine atypische und symmetrische Häufung von Fettgewebe seitlich an den Hüften und Oberschenkeln und Oberarmen und trifft nur Frauen. Obwohl die Betroffenen ihre Ernährungsgewohnheiten nicht ändern setzen sie massiv Fett an. Sie setzen das Fett aber nur an bestimmen Stellen an.
Sie können an einigen Körperstellen einen normalen und unterdurchschnittlichen Körperfettanteil haben und an anderen einen übermäßig hohen.
Nach der Theorie von Völlerei und Bewegungsmangel hätten wir Fettleibigkeit und Unterernährung in einem Körper!
Die Person müsste gleichzeitig eine negative und positive Kaloriendifferenz haben. Das ist unlogisch.
Quelle:
http://www.youtube.com/watch?v=bTUspjZG-wc