Ich möchte hier für alle Abnehmwilligen das als bekannt vorausgesetzte Kaloriendefizit durch eine weitere, für den Abnehmerfolg wichtige Theorie ergänzen:
Energy Flux - Energieumsatz
Es ist nicht egal, ob man ein Kaloriendefizit durch weniger Essen oder durch mehr Sport erreicht. Mit einem hohen Energieumsatz (viel, viel Sport und viel Essen) kann man die Körperzusammensetzung (Fett/Magermasse) erfolgreich und auf Dauer verändern. Mit Runterhungern wird man zwar auch leichter, díes führt aber nicht zu einem niedrigeren
KFA und ist meist auch nicht auf Dauer (-->Jojo)
Wann immer hier und anderswo jemand anfragt, wie er denn nun seine ungeliebten Speckröllchen loswerden könne, bekommt er die immer gleiche Antwort:
Du brauchst ein Kaloriendefizit.
Demnach ist das also eine ganz einfache Rechenaufgabe:
Mehr Energie verbrauchen als man zu sich nimmt.
Mehr Sport und weniger Essen.
Und da gibt dann es diese Mädels (ja, es sind auch Jungs dabei, aber die Mädels sind mit diesem Verhalten deutlich in der Überzahl), die trainieren sich den @rsch ab, essen kaum noch was und bleiben doch so speckig als wie zuvor. Die kriegen hier dann immer den Rat:
Du isst zuwenig.
Ja wie denn nun? Mehr essen, weniger essen ?? Noch mehr oder doch lieber weniger Sport???
Nun, ich glaube eigentlich, dass die Theorie vom Kaloriendefizit das Verhalten des menschlichen Körpers nicht so ganz voraussagen kann und dass hinter einer erfolgreichen
KFA-Reduktion weit mehr steckt, als so eine einfache Rechenaufgabe.
Schon vor längerer Zeit bin ich bei
Schuler/Cosgrove über die Theorie vom Energy Flux gestolpert. Habe lange Zeit nichts weiter darüber gelesen, aber in
Amerika ist (siehe T-Nation und
Berardi) dieser Ansatz wohl schon weiter verbreitet.
Energy Flux (auch Energy Turnover) würde ich jetzt als "Energieumsatz" übersetzen. Das bezeichnet das Verhältnis von Energiezufuhr zu Energieverbrauch. Die Menge an Energie, die jeden Tag durch den menschlichen Körper rauscht (aber nicht zu verwechseln mit dem Energieverbrauch, das ist nur ein Teil der Gleichung)
Und wie kann ich das Konzept jetzt noch verständlicher erklären? Stellt euch mal Folgendes bei ein und derselben Person vor:
Energieverbrauch: 1500 Kcal Energieaufnahme: 1000 Kcal
Energieverbrauch: 2500 Kcal Energieaufnahme: 2000 Kcal
Energieverbrauch: 3500 Kcal Energieaufnahme: 3000 Kcal
In jedem Szenario hat unsere imaginäre Testperson ein Defizit von 500 Kcal. Unser Crashdiätdummy müsste also
abnehmen, und zwar theoretisch unter all den beschriebenen Umständen genau gleich viel, stimmts?
Stimmt nicht! Untersuchungen haben gezeigt (
hier * nachzulesen), dass sich die Körperzusammensetzung hier trotz gleichem Defizit nicht in gleichem Maße ändert. Je geringer der Energieumsatz (--> 1500/1000
Kcal), desto höher bleibt der
KFA. Die 1000
Kcal-Esser verlieren also nicht vor allem Fett sondern ihre wertvolle, stoffwechselaktive Muskelmasse.
Ist ein Kaloriendefizit zu groß, dann schaltet der Körper in den Energiesparmodus. Er versucht, zu sparen wo er nur kann (die ungebrauchte Muskelmasse fliegt raus, muss ja eh nur durchgefüttert werden) und der Körper versucht gleichzeitig die Fettreserven zu schonen (wer weiß, wie lange die mageren Zeiten noch anhalten)
Ab einem bestimmten Defizit startet das Notfallprogramm. Ich denke, dass man diesen Wert nicht an einer bestimmten Kalorienzahl festmachen kann, sondern dies eher ein prozentualer Anteil des Gesamtverbrauchs ist. Hier nochmal die Tabelle:
Energieverbrauch: 1500
Kcal Aufnahme: 1000
Kcal --> Defizit = 33,3 % des
Kcal-Bedarfs
Energieverbrauch: 2500
Kcal Aufnahme: 2000
Kcal --> Defizit = 20 % des
Kcal-Bedarfs
Energieverbrauch: 3500
Kcal Aufnahme: 3000
Kcal --> Defizit = 14,3 % des
Kcal-Bedarfs
Energieverbrauch: 3500
Kcal Aufnahme: 1000
Kcal --> Defizit = 71,4% des
Kcal-Bedarfs
Und wenn man sich mal die letzte Zeile anguckt, dann merkt man genau, was die Leute veranstalten, welche jeden Tag stundenlang trainieren und dazu kaum was essen. Ganz schlimm, hat denn irgendwer mit so nem Programm schon mal Erfolg gehabt?
Wer viel trainiert, muss auch mehr essen!Kaloriendefizit und ein hoher Energieumsatz = erfolgreiche KFA-Reduktion!
Um Fett abzubauen braucht man ein Kaloriendefizit, keine Frage. Man sollte aber gleichzeitig darauf achten, dass der Energieumsatz hoch bleibt (==>Bewegung, Training, Sport!) sonst wird man lediglich eine kleinere Ausgabe von seinem bisher zu fetten Selbst.
Klar, das überflüssige Gewicht kann man sich auch runterhungern. Aber wer will denn schon aussehen wie der Knochenkarle?
BTW, auch beim Masseaufbau sollte der Energieumsatz berücksichtig werden. Da arbeitet man mit einem Kalorienüberschuss, aber nur zusammen mit einem hohen Energieumsatz werden die zusätzlichen Kalorien hauptsächlich als Magermasse angelegt (d.h. ohne entsprechend hartes Training wandert das Futter in die Fettspeicher. Aber das weiß von den Leuten in der Massephase hier ja hoffentlich jeder...)
to be continued.....
(--> wie setze ich diese Information nun in die Praxis um, Vorschläge von o.g. *- Website)
PS: Keine Ahnung, ob ich jetzt die "Botschaft" verständlich rübergebracht habe. Freue mich über Rückmeldungen, damit ich den Post noch verbessern kann.