So, ich habe auch mal Hausaufgaben gemacht und zwischenzeitlich mit KDKlern und anderen Trainern, die in Richtung reines Krafttraining mehr Erfahrung haben, gesprochen. Im Prinzip ist ja alles gesagt, danke Leute, mein Weltbild steht wieder.
Der Typ hatte definitiv kein Ahnung und war wahrscheinlich auch kein Gewichtheber, sondern ein Maulheld. Die Tatsache, dass beim Reißen tatsächlich auf die Ballen gehoben wird, hat ja nunmal mit Squats nichts zu tun, und wer Squats macht sollte sie richtig machen, das heißt mit flachem Fuß mit dem Hauptgewichtsanteil auf der Ferse (bzw. Mittelfuß). Wie kecks richtig angemerkt hat, ist bei Gewichtheberschuhen ein Holzkeil eingearbeitet, der dient aber der Stabilisierung und geht nicht deutlich über die "normale" Keilform, die jeder Schuh bekanntlich hat, hinaus. Besser wären tatsächlich flache Schuhe. Die Tatsache, dass Leistungssportler aus Faulheit keine perfekte Technik haben ändert nichts dran, dass es mit Fersenstütze nicht unbedingt förderlich ist.
Die Sache mit den Knien nach vorne ist eigentlich relativ unstrittig (naja, die Schuhgröße korreliert im "Normalfall" ja auch mit den anderen Knochenlängen), Hackenschmidt-
Kniebeugen, wo die Knie deutlich darüber gehen um den Quadrizeps verstärkt zu aktivieren haben langfristig noch fast jedem geschadet, Ausnahmen bestätigen die Regel. Was das angeht muss jeder selbst rausfinden, was ihm gut tut, ich gehe auch leicht vor, aber nur leicht, um nicht so sehr in Oberkörpervorhalte zu kommen (rückengeschädigt).
So, was lerne ich daraus? Weiß noch nicht. Wenn ich die beiden mal wieder trainieren sehe, wird es schwer sein, kein komisches Gefühl zu bekommen, die Frau tut mir wirklich leid, ich vermute, sie wird nicht lange Spaß am Trainieren haben. Naja... sagen werde ich jedenfalls nichts mehr. Vielleicht habe ich mal Gelegenheit just für ihnen am Kniebeugeständer zu sein und es einfach "perfekt", ähm, ich meine "Peer-fekt" vorzumachen.
Grüße,
Peer