Mir ist aufgefallen das sich extrem viele Fragen über die Jahre immer wiederholen und dagegen muss mal was getan werden.
Hier findet ihr leicht verständlich Antworten auf oft gestellte Fragen.
1.Was muss ich in meiner Lebensführung beachten um optimal Kraft
aufzubauen?
Grundsätzlich sollte man versuchen 7-8 Stunden Schlaf zu bekommen.
Zu wenig Schlaf mindert die Regenerationsfähigkeit der Muskeln sowie die Konzentrationsfähigkeit beim Training. Außerdem kann man sich bei schwerem Training nicht 100% Leistung umwandeln, weil die Psyche nicht mitspielt. Ein Teil des Nervensystems ist das vegetative Nervensystem, welches aus "Sympathicus" (Aktivität) und "Parasympathicus" (Ruhe) besteht.
Man kann diesen Teil des Nervensystems nicht beeinflussen.
Bei wenig Schlaf ist man müde, der Parasympathicus steuert einen dann.
Wenn man dann versucht schwer zu trainieren zwingt man den Körper zur Aktivität, statt benötigter Ruhe, wodurch es zur Stress kommt und das Imunsystem angegriffen wird. Man wird so keine/kaum Fortschritte machen.
Zu viel Schlaf ist auf Dauer auch nicht optimal da man zB.: nach 12 Stunden Schlaf, immer noch keine Nahrung zu sich genommen hat.
Wenn man schwer trainiert, muss man dementsprechend essen und man wird keine Kraft / Muskeln aufbauen, wenn man dem Körper zu wenig Energie bereitstellt.
Man sollte regelmäßig essen und keine Mahlzeiten auslassen, da dann der Stoff- und Energiewechsel unterbrochen wird.
Grundsätzlich ist zu empfehlen 1-2 Stunden vor dem Training mehrkettige kohlenhydratreiche Nahrung (Kartoffeln, Brot, Reis...) zu sich zu nehmen um dem Körper für das Training genug Energie bereit zu stellen.
Nach dem Training sind Kohlenhydrate zu empfehlen die schnell ins Blut gehen (Bananen, Traubenzucker...) um verloren gegangene Energie wieder reinzuholen. Bananen sind besonders zu empfehlen da das enthaltene Vitamin B6 auch am Muskelaufbau beteiligt ist.
Morgends, abends und nach dem Training sollte man auch eiweißreiche Nahrung (Milch, Käse, Fleisch, Fisch, Joghurt, Bohnen, Erpsen...)zu sich nehmen. Bei intensivem Training hat der Körper erhöhten Eiweißbedarf, da der Körper es zum Muskelaufbau und zu deren Regeneration benötigt.
Wer durch mangelnd ausgewogene Ernährung nicht genug
Eiweiß (1,5 Gramm bis 2 Gramm pro
Kg Körpergewicht) kommt, sollte sich Eiweißpulver besorgen. Das gibt es auch in jeder Apotheke.
Desweiteren sollte man um optimal voran zu kommen den Konsum jeglicher Drogen sein lassen.
2. Wie oft sollte man trainieren?
Das ist von Person zu Person unterschiedlich.
Grundsätzlich kann man sagen das je schwerer und stärker ein Athlet wird, desto mehr Erholung braucht er.
Jeden Tag Training allerdings bringt nichts, da die Muskeln Zeit brauchen sich von der Belastung zu erholen.
Bei fortgeschrittenen Athleten brauchen große Muskelgruppen wie Beine , Rücken, Brust ungefähr eine Woche um sich zu erholen. Sprich man sollte díese Muskeln nur 1 mal die Woche schwer trainieren um Kraft aufzubauen.
Mann kann diese Muskeln auch 2 mal die Woche trainieren, aber dann sollte man den
Wdh. Bereich auf 12-20
Wdh. hochschrauben. Dann hat es den Effekt eines Erholungstrainings. Wenn man diese Muskeln 2 mal schwer trainieren würde, dann würde man auf Dauer sogar Leistung einbüßen.
3. Wie sollte mein Trainingsplan aussehen?
Das ist je nach Erfahrung und Stärke unterschiedlich.
Vorallem Anfängern würde ich in den ersten 3-6 Monaten zu einem Ganzkörpertraining 2 mal die Woche raten. So werden vorallem auch die Sehnen und Bänder langsam an die Belastung gewöhnt, welche bei der Kraftentwicklung eine bedeutsame Rolle haben. Dicke Arme bedeuten nicht gleich Kraft! Wer trotz dünner Arme mehr Kraft hat als Jemand mit muskulöseren Armen, dann hat Dieser unter Anderem auch stärkere Sehnen/Bänder. So minimiert man außerdem langfristig das Verletzungsrisiko und gewährleistet als unerfahrener Anfänger das man alles trainiert und nicht schon zu Beginn zu einseitig wird.
Bei Athleten nach
ca. 3-6 Monaten Training sollte man beginnen Muskelgruppen einzuteilen.
Aus Erfahrung kann ich euch sagen das ihr auf jeden Fall die 3 großen Muskelgruppen (Beine/Rücken/Brust) trennen solltet.
Man sollte auch immer erst die großen Muskeln trainieren und dann die kleinen Muskeln.
Beispiel: Wenn ihr den
Trizeps mit Liegestützen,
Dips usw. vorher belastet, dann fehlt euch Kraft beim Bankdrücken!
Also beim Krafttraining an den einzelnen Trainingstagen beim Brusttraining mit Bankdrücken anfangen, beim Beintraining mit
Kniebeugen und beim Rückentraining mit Kreuzheben. (Anfänger sollten in den ersten Monaten statt Kreuzheben und
Kniebeugen allerdings erst an Maschinen die jeweiligen Muskelgruppen trainieren, damit Grundlagen geschaffen werden)
Lasst euch auf jeden Fall die saubere Ausführung vom
Trainer (wenn er was taugt) oder nem guten Athleten im Studio zeigen und fangt vorallem mit wenig Gewicht an und steigert euch dann langsam bis die Technik sitzt.
Übertriebene Gewichte gleich zu Anfang gehen auf die Gelenke / Knochen.
Welche kleinen Muskelgruppen ihr anschließend nach den den Grundübungen macht ist euch überlassen. Da muss jeder selbst seine Erfahrungen und Vorlieben sammeln. Einen besten Plan für Jedermann gibt es nicht!
Ich persönlich mache alles zum Drücken an einem Tag und alles zum Ziehen an einem anderen Tag.
Also nach Brust noch Schultern und
Trizeps.
Nach Rücken noch
Bizeps.
Nachm Beintraining nichts mehr.
4. Kann man Kraftraining und Cardiotraining zusammen machen?
Wenn überhaupt am gleichen Trainingstag, dann sollte man es nach dem Krafttraining tun und dann auch nur für 10 Minuten zum Abreagieren da dann die Energie e aufgebraucht ist.
Für den Kraftaufbau ist Ausdauertraining wie Joggen "in Maßen" nicht hinderlich, aber man sollte grundsätzlich niemals einen Tag vor oder nach dem Beintraining joggen gehen! Die Beine Brauchen nach schweren
Kniebeugen Erholung. Und wenn man einen Tag vorher läuft, fehlt Kraft beim
Kniebeugen.
1-2 mal die Woche 20 Minuten joggen, am besten an nicht Kraftrainingstagen sind empfehlenswert, da man so auch bei zunehmenden Körpergewicht genug Luft zum Pumpen hat.
Wenn die Ziele nicht primär Kraftaufbau sind, kann man auch öfter Ausdauer trainieren, aber dann fehlt die Power beim Krafttraining.
5. Wann sollte ich einen Gürtel tragen?
Eigentlich nur bei schwerem Kreuzheben,
Kniebeugen ab 75% (1-5
Wdh Sätzen) oder bei Good Mornings.
Bei leichten Gewichten sollte man ohne Gürtel auskommen, da man nur so seine Grundkraft steigern kann.
6. Warum gewinnt man bei einer Übung schneller an Kraft als bei einer Anderen, obwohl man beide hart trainiert?
Es ist veranlagungsbedingt und körperbaubedingt. Einige entwickeln schnell Brustmuskeln und Andere fast gar nicht, aber trotzdem ist die Leistung manchmal gleich! Dafür haben Einige wiederum muskulöse Beine und Andere dünne Beine und trotzdem haben Diese manchmal dieselbe Leistung.
7. Wovon ist Kraft eigentlich abhängig?
1. von der Muskelmasse
2. von der Muskelfaserdichte
3. von den Sehnen und Bändern
4. von den Nervenverbindungen im Gehirn zum Muskel
Es gibt Menschen die schöpfen durch die Mischung aus Konzentration, den Willen und ihre innere Motivation/Aggression noch zusätzlich Kraft.
Das reicht voerst. Wenn ich mal wieder Zeit haben sollte, mach ich vielleicht weiter.