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Kraftsport - Krafttraining - Kraftaufbau

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  Auf Frontheben verzichten? Beitrag #19  
Alt 30.12.2011, 12:49
Benutzerbild von exciplex
exciplex
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Zitat:
Zitat von Steinderl Beitrag anzeigen
Das mag ja deine Meinung sein, doch dies macht es nicht zur Tatsache, genauso wie die Aussage
gar nichts macht hier eine meinung zur tatsache (außer vielleicht erfahrungsberichten völlig ohne interpretation).
was du schreibst, ist deine meinung, was andere schreiben, ist deren meinung. nicht mehr und nicht weniger.

Zitat:
Zitat von Steinderl Beitrag anzeigen
Zunächst wäre vielleicht zu klären: Was ist eine "anatomisch unsinnige Bewegung"? Eine Anteversion im Schultergelenk auf 90° ist uns auch mit gestrecktem Arm problemlos möglich, und diese Beweglichkeit der oberen Extremität gibt uns große Flexibilität in der Bewältigung unseres Alltags. So wird es uns z.B. erlaubt, weit entfernte Dinge aufzuheben, etwas "auf Armeslänge" zu betrachten, etc. Es mag zwar in vielen Situationen eine mechanisch günstigere Form der Bewegung geben, um ein Ziel zu erreichen, doch kann ich Deine Deklaration als "anatomisch unsinnige Bewegung" nicht nachvollziehen.
ich weiß nicht, was du nicht verstehst. wenn jemand etwas jenseits von ein paar hundert gramm gewicht hochhebt, tut er das nicht so, wie die übung frontheben aussieht. warum tut er das nicht? weil es physikalisch und damit auch anatomisch unvorteilhaft ist (insb. hebelkräfte) und eine hebebewegung dichter am körper ausgeführt wird (siehe z.b. kreuzheben).
um es dir zu verdeutlichen: es geht hier um diese bewegung mit nicht unerheblichem gewicht (also nicht am kopf kratzen oder mal den arm strecken).

Zitat:
Zitat von Steinderl Beitrag anzeigen
Zu Deinem Selbstbeispiel: Dies könnte z.B. auch bedeuten, dass Deine koordinativen oder Kraftfähigkeiten in der schulterstabilisierenden Muskulatur nicht ausreichen, um Dir ein sicheres Trainieren des Front- und/oder Seithebens mit der von Dir gewählten Last sicher zu ermöglichen bzw. dass Deine Schultern schon in gewissem Maße vorgeschädigt sind, dass bei Übungen am langen Hebel eine Impingementsymptomatik entsteht.
interessant, was du da glaubst. du meinst also, jemand, der quasi beliebig lange im freien handstand stehen kann, dabei sämtliche dreh- und spagatbewegungen mit den beinen, verschiedene winkelungen in knien und hüfte und biegungen der wirbelsäule ausführen kann, mangele es an koordinativen und kraftfähigkeiten in der schulter?

und wie gesagt: ich bin nicht die einzige, bei der die übungen front- (und seitheben) zu impingement-problemen geführt hat. das problem ist bzgl. impingement mehr oder weniger bekannt. du kannst mich also nicht als einzelbeispiel abtun.

du bist wirklich gut darin, alles zu zerreden und auseinanderzunehmen, aber ein gesamtbild erkennst du dann nicht mehr.

es ist doch längst alles gesagt, und man kann das so simpel auf ein, zwei sätze bringen:

ja, frontheben kann schulterprobleme verursachen. ob das individuell so ist, weiß man erst, wenn es dazu gekommen ist; von daher lieber ganzheitliche schulterübungen machen, die nicht nur den oberen teil trainieren und so zu ungleichgewichten führen können.
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  Auf Frontheben verzichten? Beitrag #20  
Alt 30.12.2011, 13:42
Benutzerbild von Mankra
Mankra
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Zitat:
Zitat von M.Shadows Beitrag anzeigen
Allerdings verstehe ich nicht ganz, wieso Kreuzheben und/oder Kniebeugen mit 200 kg Gewicht nicht gesund für die Gelenke sein sollten.
1. Punkt ist schonmal, daß durch Krafttraining man lernt, mehr Fasern zu aktivieren und der Körper weniger Reserven läßt. Im Extremfall 50% untrainiert vs. 80% trainiert.
Hast schon mal einen Zimmermann 10min Aufwärmen sehen, wenn er einen schwereren Balken aufheben muß.....
Ich hab jetzt keine Studien zur Hand, aber Kraft kann man auf das 3-4 tw. sogar 5fache steigern in 5 bis 10 Jahren. Ich bezweifle, daß Platz für dementsrpechend stärkeres Knorpelgewebe, Bänder, etc. in den Gelenken wäre.
Und seien wir mal ehrlich, wer hat die Gedult, die Gewichte langsamer zu steigern, als die Kraft anwächst
Ist hat wohl seinen Grund, warum die meisten Sportler (meine damit nicht die Alibisportler, welche 2-3x in der Woche halbseiden trainieren eher fürs Ego) mit der Zeit sportarttypische Probleme bekommen.
Beim Krafttraining dasselbe. Klar, gibt es Personen, die haben nach 30 Jahren keine Probs (oder gebens net zu ) aber viele haben irgendwann Knie, Ellbogen oder Schulterprobleme (wobei ich eher Nackendrücken, aufrechtes Rudern als Übeltäter sehe).
Zitat:
Zitat von Steinderl Beitrag anzeigen
Das Problem an Deiner Definition sehe ich darin, dass sportliche Aktivität mehrere gesundheitlich positive Effekte haben kann.
Das genau das meinte ich: Mit an der Wand stellen.....
Wir können nun seitenlang einen Dialog führen, wie dieser Begriff zu definieren wäre.......tut mir Leid, dazu hab ich keinen Geist.
IMHO gibt es Volumen und/oder Gewichtsgrenzen, wo der pos. Effekt wieder verloren geht. Natürlich gibt es keine 100%ige Schwarz/weiß Grenze, sondern der Übergang ist fließend, bei verschiedenen Faktoren zu unterscheidlichen Zeitpunkten.
Von 10 auf 20h Laufen in der Woche wird man seine aerobe Leistungsfähigkeit steigern können, zu früh diese Steigerung wird mans in den Knien/Hüften, etc. spüren.
Du willst im letzten Absatz auf eine allgemeingültige Aussge hin. Diese wird es nicht geben. Wieder zum Topic zurück:
Mit Schwung übern Totpunkt geretete WH sind eine praktische Intensitätsübung, (ich bau bei manchen Übungen sogar schwere Sätze von Beginn mit Schwung ein Z.B. 30kg KH Curls, rauf mit Schwung, oben fixieren und langsam runter, auf Dauer nicht zu empfehlen, aber alle paar Wochen sind solche Sätze fein), also pos. für den Muskel selbst, daß soetwas beim Frontheben fürs Gelenk nicht optimal ist, glaub ich gerne.
Frontheben ist für mich ne feine Übung, führ diese aber sehr langsam aus.
Ebenfalls Seitheben, Daumen tiefer, Hände weit zurück, damit alle 3 Köpfe mitgehen. So kann ich aber nur die Hälfte verwenden, als wenn die Daumen etwas oben sind und Ellbogen weiter vorne.
Das ist z.B. eine Übung, wenn ich nicht nur bis zur Waagrechten, sondern vorne rauf, bis sich die KH berühren, beim Übergang von Waagrecht auf höher als Waagrecht (umgekehrt beim Runterlassen) genau spüre, wie eine Sehne irgendwo drüberspringt und nach einigen Wochen Schulterprobleme bekomme. Deshalb lasse ich diese Übung aus. Siehe obere Faustformel (Bevor hier nochmal jemand einhackt: Wie der Name sagt, Faustformel. Dies ist keine 100%ig in tausenden langjährigen Studien gesicherte medizinisches korrektes Faktuum): Schmerzt etwas, Alternativen suchen.
Frontheben hab ich zumindest keine Probleme, obwohl meine Schultern fast seit 10 Jahren fast immer angeschlagen sind. Hängt aber nicht mit Krafttraining zusammen. Downhill, Schi und Endurofahren fällt nicht unter Gesundheitstraining , trotz der pos. Effekte für Gleichgewicht, Koordination, Kraftausdauer und zumindest Endurofahren auch bei aerobe Ausdauer.

Geändert von Mankra (30.12.2011 um 13:44 Uhr)
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  Auf Frontheben verzichten? Beitrag #21  
Alt 30.12.2011, 18:11
M.Shadows
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Zitat:
Zitat von Mankra Beitrag anzeigen
Ich hab jetzt keine Studien zur Hand, aber Kraft kann man auf das 3-4 tw. sogar 5fache steigern in 5 bis 10 Jahren. Ich bezweifle, daß Platz für dementsrpechend stärkeres Knorpelgewebe, Bänder, etc. in den Gelenken wäre.
Doch, tun sie tatsächlich. Tut mir Leid, dass ich gerade keine bessere Quelle zur Hand habe, aber diese hier tut es auch: http://books.google.at/books?id=DQ6H...aining&f=false

Zitat:
Und seien wir mal ehrlich, wer hat die Gedult, die Gewichte langsamer zu steigern, als die Kraft anwächst
Andersherum geht es gar nicht. Oder kannst Du höhere Gewichte heben, stemmen etc., als deine Kraft zulässt?
Es geht allerhöchstens gleich schnell.
Selbstverständlich gehe ich hier davon aus, dass die Übungen ohne Schwung und mit angemessener Technik durchgeführt werden.

Zitat:
Ist hat wohl seinen Grund, warum die meisten Sportler (meine damit nicht die Alibisportler, welche 2-3x in der Woche halbseiden trainieren eher fürs Ego) mit der Zeit sportarttypische Probleme bekommen.
Beim Krafttraining dasselbe. Klar, gibt es Personen, die haben nach 30 Jahren keine Probs (oder gebens net zu ) aber viele haben irgendwann Knie, Ellbogen oder Schulterprobleme (wobei ich eher Nackendrücken, aufrechtes Rudern als Übeltäter sehe).
Das kann ich nicht bestätigen. Zumindest hätte ich bis jetzt nichts davon gehört, dass z.B. Gewichtheber (apropos "hohe Gewichte") ernsthafte Gelenksprobleme hätten, im Gegenteil.
Wenn jemand mit der Zeit Probleme mit einem Gelenk oder einem Band oder einer Sehne bekommt, liegt das sehr wahrscheinlich daran, dass er den betreffenden Bereich über- oder falsch belastet hat, entweder über einen längeren Zeitraum oder eben nur einmal, wie es mir ärgerlicherweise neulich passiert ist.
Beim Thema Nackendrücken sind wir einer Meinung. Da kriege ich schon Schmerzen beim Zuschauen. Was Du allerdings an aufrechtem Rudern zu bemängeln hast, verstehe ich nicht. Was soll daran so schlimm sein, wenn man eine schöne Form beibehält?
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