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Zitat von hag
Das sind immer so Äußerungen ... - ich meine, kannst Du das auch erklären? Ich hab einen völlig schlanken Athleten als Trainer im Studio und der erklärt das schon recht überzeugend, dass es eben doch auf Puls und Dauer ankommt. Ich halte den für recht kompetent und intelligent - und für sehr schlank.
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Mein Vater als
Trainer im Leistungssport würde dir sehr überzeugend das Gegenteil erklären, weil hier nicht im Wohlfühlbereich trainiert wird, auch wenn sich Leistungssportler mit ihrem Pensum durchaus wohl fühlen

Schon mal einen erfolgreichen dicken Skilangläufer oder Sprinter oder Ausdauerläufer oder Leichtathleten gesehen? Die sind auch alle schlank bzw. muskulös (und dazu noch enorm leistungsfähig), weil sie gerade vielseitig trainieren in unterschiedlichen Pulsbereichen bei variabler Dauer je nach Intensität des Trainings

und die werden auch nicht dick, wenn sie beim Essen auch immer mal wieder über die Strenge schlagen ... auch das kann der Körper dann problemlos kompensieren. Monotones Training im Wohlfühlbereich dagegen ist die Sportvariante mit möglichst wenig Aufwand und Schweiß hoffentlich dennoch an sein Ziel zu kommen; effizient ist das aber nicht.
Bei Sport zugunsten eines bestimmten Ziels, wie Abnehmen, geht es doch aber gerade um Effizienz und Prioritäten.
1. Prioritätenbeispiel: Wenn du 45
min beim Muskelaufbautraining oder bei einem Fußballspiel usw. gepowert hast, dann ist es natürlich Blödsinn gleich hintenran noch ein ebenso forderndes Laufprogramm zu hängen, sondern da reicht ein lockerer Regenerationslauf, weil du vorher (hoffentlich auch mit vielen unterschiedlichen Belastungen) trainiert hast. Bei welcher Laufintensität bzw. Laufdauer du regenerierst, hängt von deinem Fitnesslevel ab und auch von deinem allgemeinen Wohlbefinden an genau diesem Tag - es macht keinen Sinn, sich nach einem stressigen Tag auf Arbeit 60
min zu quälen oder an einem Tag, an dem du dich körperlich richtig fit fühlst, nach 30
min - wie immer - abzubrechen. Es gilt viel mehr, dass auszuloten, was an diesem Tag, geht oder auch Rücksicht auf deinen Körper zu nehmen, wenn es eben mal nicht so läuft. Aber schon hier fehlt beim monotonen Laufen die Flexibilität, wenn da aller zwei Tage 45
min Laufen auf dem Programm steht.
2. Effizienzbeispiel: Wenn du die Priorität auf das Ausdauertraining Laufen legst, dann sollte das auch intensiv und damit effizient gestaltet werden, damit es zielführend ist. Und das tust du, indem du den Körper immer wieder neue Reize gibst, mal schneller, dafür kürzer, mal langsamer, dafür länger, mal mit Pausen, mal abwechselnd schnell und langsam, mal immer berghoch schnell usw. läufst. Der Körper muss sich auf diese Unterschiede einstellen und genau das fordert ihn bedeutend stärker als monotones Laufen. Natürlich jagst du deinen
Puls dabei mal mehr, mal weniger hoch, aber genau das trainiert das Herz-Kreislauf-System und den Körper, sich kurzfristig an wechselnde Belastungen anzupassen und genau das lässt die Pfunde beim Ziel abnehmen schneller schmelzen, denn der Körper hatte im Gegensatz zum Training auf immer gleicher Strecke im immer gleichen Tempo bei immer gleicher Dauer keine Zeit, sich so darauf einzustellen, dass er auch mit dieser Belastung ökonomisch arbeiten kann (d. h. auch seine Reserven möglichst zu behalten), sondern er wird gezwungen, schnell und vielfältig zu reagieren. Mit Intervallen oder Fahrtenspielen oder sich ändernden Streckenprofilen und Ergänzung mit anderen Sportarten dagegen muss der Körper kurzzeitig reagieren, schnell Energie für viel Tempo zur Verfügung stellen, kontinuierlich Energie über einen längeren Zeitraum für lange Ausdauerläufe hergeben eventuell noch nach einer anderen schweißtreibenden Sportart usw. Er braucht entsprechend auch mehr Energie, um das "Normallevel" wieder herzustellen mangels Gewöhnung - und das in kürzerer Zeit, denn die nächste Belastung könnte ja gleich wieder kommen. Damit laufen - auch im Ruhezustand - die Stoffwechselprozesse angeregter ab - u. a. wird Überflüssiges, was für die nächste Belastung hinderlich sein könnte, abgegeben, abtransportiert und ausgeschieden. Der Körper lernt einfach, grundsätzlich viel ökonomischer zu arbeiten, um sich vielfältig anpassen zu können - das kann er z. Bsp. mit viel Masse (in Form von Fett) nicht. Wenn er die Möglichkeit hat, sich an eine Belastung zu gewöhnen, dann steuert er die Körperprozesse so, dass er der Belastung mit geringstmöglichen Aufwand und eben auch ohne/ mit wenig Abgabe von Reserven begegnen kann und die anfänglichen Erfolge nehmen schnell ab, bis nichts weiter bewirkt wird, als den Ist-Zustand zu halten - und bei eher geringer Laufbelastung kann dann zum Wunschgewicht noch eine ganze Menge fehlen. Außerdem sollte es nie nur um Gewichtsverlust gehen, sondern auch um Muskulatur - und die ist mit Ausdauersport nicht bzw. nur geringfügig aufzubauen und halten.
Was erklärt dir denn dein
Trainer? Das du mehr Fett verbrennst, wenn du langsam läufst? Das ist ein Ammenmärchen. Das es gefährlich ist, seinen
Puls mal in die Höhe zu treiben? Mit letzterem könnte dein
Trainer recht haben, wenn du gesundheitliche Probleme oder auch stark übergewichtig bist, aber nicht, wenn du
gesund bist und nur ein paar Pfunde verlieren willst und eventuell auch schon ein bisschen Lauferfahrung hast. Wie lange sollst du denn laut deines Trainers laufen? 20, 45, 90
min und warum bzw. warum solltest du nicht kürzer oder länger laufen bzw. langsamer oder schneller laufen als er empfiehlt? Lass dir vielleicht auch mal erklären, wie er trainiert: Vielleicht stellst du fest, das auch er monoton läuft, aber eben Sportarten wechselt oder eine hat, in der er sehr leistungsorientiert trainiert. Wenn er wirklich ein trainierter Athlet ist (nicht nur schlank - das ist eher eine Frage des Essens und auch der Veranlagung), dann läuft er nicht nur "ein bisschen". Und dann schau deinen Trainingsplan an, wo deine Prioritäten liegen. Ich vermute, die Meinungen liegen dann gar nicht so weit auseinander - außer dein
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