Beim Walken hatte ich immer mal wieder Schmerzen in den Schienbeinen, die manchmal so heftig waren, daß ich keinen Schritt mehr weitergehen konnte. Nach einer Weile stehen oder sitzen erholen sich meine Beine wieder, aber an Walken war dann nicht mehr zu denken.
Am Dienstag war ich das erste Mal mit einer Gruppe Walken (alleine war mir auf Dauer zu langweilig). Die Gruppenleiterin ist mit mir mitgelaufen, da die anderen schon wesentlich länger und entsprechend schneller laufen können.
Während wir also hinterherschlichen, bekam ich wieder diese Schmerzen und wollte stehenbleiben. Die Kursleiterin forderte mich auf weiterzugehen, allerdings nicht mehr im "Walkingstil", sondern ich sollte viel langsamer und mit hängenden Armen im "Schlurfschritt" gehen. Bewußt "latschen". Das sah bestimmt ziemlich bekl.oppt aus und fühlte sich auch so an, aber nach etwa 5 Minuten spürte ich, wie die Schmerzen langsam nachließen (die Kursleiterin sagte ich solle ihr was erzählen, egal was, irgendwas - nur nicht an die Schmerzen denken). Nach 10 Minuten war ich schmerzfrei und konnte langsam meine Geschwindigkeit steigern, die Arme dazunehmen und dann wieder normal Walken. Für mich war das eine erstaunliche Erfahrung.
Die Kursleiterin meinte, daß es sich bei den Schmerzen "nur" um Muskelkrämpfe handele, da der Schienbeinmuskel normalerweise praktisch nie gefordert würde. Um die Verkrampfungen zu lösen, die o. g. "Aktion".
Ich muß sagen: ich bin begeistert !
Diese immer wiederkehrenden Schmerzen hätten mir sicher auf Dauer die Lauferei vermiest.
Jetzt weiß ich a) was es ist und b) was ich dagegen tun kann

Und ganz wichtig: den Kopf von den Schmerzen ablenken !
PS: vielleicht sollte ich noch erwähnen, daß ich erst seit ein paar Wochen sportlich aktiv bin.