Hallo,
erstmal meine Geschichte. Ich laufe seit 3-4 Jahren. Seit diesem Jahr sind es im Schnitt 3x die Woche um die 10km (Dauer etwa 45 Minuten)- mal mehr mal weniger. Alles ging bisher ohne Probleme.
Anfang des Jahres (Januar) bin ich noch regelmäßig joggen gegangen. Dann kam der Schnee und ich bin erstmal auf Snowboarden umgestiegen - macht ja auch ne Menge Spaß

Anfang März kam dann noch eine Erkältung dazu so dass ich Mitte März wieder mit Joggen angefangen habe. Ich war auch schnell wieder auf meinen alten Leistungsniveau und bin auch oft Strecken um die 15km gerannt. In dieser Zeit habe ich mir auch neue Laufschuhe geholt. Mitte April hab ich dann beim Zittauer Gebirgslauf mitgemacht. Dabei bin ich die 17km Strecke gelaufen. Da es mein erster Wettkampflauf war habe ich mich leider zu sehr von den anderen ziehen lassen und bin ab der Hälfte der Strecke immer schwächer geworden. Genau in diesem Teil gab's dann aber auch sehr steile Abhänge, die wir runterlaufen mussten. Naja, ich hab's völlig fertig ins Ziel geschaft mit einer Zeit von etwa 1:40h. Danach gab's erstmal 3 Tage Pause. Dann fing ich wieder mit joggen an und bemerkte beim bergrunter laufen einen leichten (wirklich nur sehr minimal) Schmerz im linken Schienbein. Das ganze trat aber nur bei sehr steilen Abhängen auf. Deshalb dachte ich nur an ein eine leichte Reizung durch extreme Stauchung beim bergab laufen.
Irgendwann Ende April oder Anfang Mai bin ich mit ein paar Freunden ganz locker 2:10 durch's Gebirge gelaufen. Laut ihren Angaben war das in etwa eine Strecke von 21km. Weitere 2 Tage Pause und dann fingen die Schmerzen an. Ich war nur eine kleine Runde (8km) joggen und merkte aber schon in der Mitte der Strecke immer wieder auftretene ungewöhnliche Schmerzen im linken Schienbein. Zu der Zeit dachte ich noch, dass es mit der langen Strecke (die oben angesprochenen 21km) vom Wochenende zusammenhängt und bin etwas kürzer getreten. Trotzdem hatte ich bei jedem weiteren Lauf Schmerzen im Schienbein, teilweise so stark, dass ich nicht weiter joggen konnte. Danach war im
Fuss teilweise auch ein leichtes taubes Gefühl.
Vom 4.6. bis 17.6. legte ich eine Pause ein, wo ich absolut keinen Beinsport gemacht habe. Am 18.6. bin ich dann wieder die erste Runde gelaufen. Das waren etwa 10km in einer Zeit von 1:10 - also extrem langsam um nichts zu überlasten. Der Schmerz hielt sich in Grenzen, war aber immer wieder mal zu spüren. Bei der Runde achtete ich auch sehr auf meinen Laufstil. Dabei ist mir aufgefallen, dass der rechte Fuss über die Ferse, Ballen zu den Zehen abrollt und dabei leicht nach aussen gedreht ist. Der linke Fuss ist nicht so stark nach aussen gedreht, wie der rechte und setzt etwas direkter mit der Ferse auf. Wenn ich nun den linken Fuss in den gleichen Bewegungsablauf vom rechten zwinge, werden die Schmerzen geringer.
Nach einigen Gesprächen mit Freunden die selber sehr aktiv joggen. Bin ich zum "Extrem" Dehning übergegangen. Das heißt ich dehne immer wieder über den Tag verteilt das linke Bein. dazu muss ich sagen, dass ich gerade bei sehr langen Strecken, mit großer Wahrscheinlichkeit viel zu wenig mich gedehnt habe. Das Dehnen scheint etwas zu helfen, da das Gesamtbefinden im linken Bein etwas besser geworden ist und der Schmerz verschwindet sehr schnell nach dem dehnen. Sonst war er teilweise über mehrere Tage zu spüren.
So nun zu Beschreibung des Schmerzes:
Der Schmerz tritt im unteren Bereich des Schienbeins auf der Vorderseite des Beines auf. Etwa 10 cm über dem Fussgelenk. Beim joggen wandert er auch manchmal nach hinten zwischen Wade und Schienbein.
Beim Joggen trat wie schon Beschrieben der Schmerz auf, aber am schlimmsten wird er immer sobald ich vom joggen zum normalen Laufschritt übergegangen bin. Nach dem Übergang blieb der extreme Schmerz etwa 2-5 Minuten bestehen.
Wenn man sich hinhockt, bildet sich doch eine Art Kuhle (verläuft von oben nach unten). Genau in dieser Kuhle sind die Schmerzen. Wo ich gerade beim Hinhocken bin. Das Hinhocken nehm ich auch für die Dehnung. Bis vor einigen Tagen gabs beim Hinhocken einen Schmerz der aber nach 2 Sekunden schon wieder weg war. Dann konnte ich etwa 20-30 Sekunden hocken bleiben bis der Schmerz wieder anfing und immer stärker wurde bis ich diese "Übung" abbrechen musste.
Zur Zeit bin ich schon soweit, dass der Anfangsschmerz beim Hinhocken nicht mehr auftritt und die Zeit bis zum Eintreten des Schmerzes auf 50-60 Sekunden hochgeschraubt wurde. Kleine Anmerkung - beim rechten Bein treten keine Schmerzen beim Hocken auf.
Ist das Ganze nun auf Überanstrengung + zu wenig Dehnen zurückzuführen. Oder wie hier schon beschrieben wurde auf eine Unterentwicklung des Schienbeinmuskels?
Vielen Dank für eure Hilfe
Thomas