Hallo!
Seit Anfang des Jahres versuche ich ein paar Kilos loszuwerden. Ich habe im Fitnesscenter immer mit sehr moderatem Tempo trainiert und mich gewundert, dass ich kein Gramm abgenommen habe.
Neuerdings trainiere ich zwischendurch auch mal mit höherer Intensität und die Kilos fangen an zu purzeln. Ich habe in den letzten 2 Wochen
ca 2,5
Kilo verloren.
Anbei ein Artikel aus Runners World:
Es gibt "Experten", die behaupten noch immer, dass sich durch langsames Laufen oder mit Walken die besten Resultate hinsichtlich der Fettverbrennung erreichen lassen. Betrachtet man Forschungsergebnisse oberflächlich, spricht tatsächlich einiges für ein extrem langsames Trainingstempo. So ergab eine Studie, dass bei Läufern, die mit nur 50 Prozent ihrer maximalen
Herzfrequenz (HF) trainierten, 90 Prozent der verbrauchten Kalorien Fettkalorien waren. Wurde das Tempo auf 75 Prozent der HFmax erhöht, betrug der Fettanteil an den verbrannten Kalorien hingegen nur noch 60 Prozent.
Intensiveres Training verbrennt mehr Kalorien
Deutlich relativiert wird dieses Ergebnis jedoch, wenn man in Betracht zieht, dass bei einem intensiveren Training insgesamt weitaus mehr Kalorien verbrannt werden. Beim Laufen mit 50 Prozent der HFmax werden nämlich nur sieben Kalorien pro Minute verbraucht, während es bei 75 Prozent der HFmax schon 14 Kalorien sind, also doppelt so viele. Setzt man diese Werte mit an, so kommt man beim forcierten Training auf 8,4 verbrannte Fettkalorien pro Minute (60 Prozent multipliziert mit Zahl 14) gegenüber 6,3 Fettkalorien (90 Prozent x 7) beim lockeren Dauerlauf.
Laufen ist besser als Walken
Dass sich beispielsweise Laufen deutlich besser als Walken zur Verbrennung von Kalorien eignet, wurde auch durch eine Studie an der Universität Texas unter Leitung des Sportphysiologen Dr. Edward Coyle nachgewiesen: Bei einem lockeren Dauerlauf mit der relativ geringen Belastung von 65 Prozent der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2 max) wurden je Zeiteinheit signifikant mehr Fettkalorien verwertet als selbst bei intensivstem Walking, das bestenfalls 25 Prozent der VO2 max in Anspruch nahm.
Walken ist ein guter Einstieg
Dies soll nicht heißen, dass wir das Walken schlecht reden, keineswegs: es kann für stark übergewichtige Menschen ein hervorragender Einstieg in ein Leben mit mehr sportlicher Bewegung sein und dient als Vorstufe zum Laufen. Ein relativ hohes Niveau erreicht die Fettverbrennung bei Werten um etwa 75 Prozent der maximalen
Herzfrequenz, was ein Quentchen unter einem fiktiven Marathontempo liegen dürfte. Das Tempo zur optimalen Fettverbrennung laufen Sie bei 75-80 Prozent der maximalen
Herzfrequenz.
Schnell Laufen und noch mehr Fett verbrennen
Für lediglich leicht übergewichtige Läufer mit Lauferfahrung gilt: Wenn man schneller läuft, wird noch mehr Fett verbrannt. Dies beweist die Sportwissenschaft, zum Beispiel eine Studie der Laval-Universität in Quebec (Kanada), die sich schon in der Vergangenheit weltweite Anerkennung auf dem Spezialgebiet "Fettstoffwechsel" erworben hat. Diesmal absolvierten 14 Frauen und 13 Männer 20 Wochen lang zwei unterschiedliche Übungsvarianten auf dem Fahrradergometer. Zum einen galt es, fünfmal pro Woche 30 bis 45 Minuten lang mit einem
Puls von 60 bis 85 Prozent der HFmax in die Pedale zu treten. (Zum Vergleich: 65-70 Prozent der HFmax entsprechen einem lockeren Joggen, 90 Prozent der HFmax etwa dem 10-km-Wettkampftempo.) Das zweite Programm bestand aus einem allmählich aufgestockten, hochintensiven Intervalltraining, wobei die Probanden gegen Ende des Untersuchungszeitraums vier bis fünf 90-Sekunden-Läufe mit 95 Prozent der HFmax (scharfes 5-km-Wettkampftempo) hinlegen mussten.
Je intensiver desto mehr Fettverbrennung
Die Wissenschaftler waren selber überrascht, dass bei dem intensiven Programm zwischen drei- und viermal soviel Körperfett verbrannt wurde wie bei der weniger intensiven Belastung, während der Kalorienverbrauch weniger als die Hälfte betrug. Die Messung des Körperfetts erfolgte durch einen Hautfaltentest am
Bizeps, am
Trizeps, an der Wade, am Bauch, an den Hüften und unter der Schulter.
Auch noch Fettverwertung nach dem Training
Die Erklärung für das überraschende Ergebnis ist wohl in der noch Stunden nach einer kurzen, intensiven Belastung feststellbaren Erhöhung der Ruhe-Stoffwechselrate zu suchen, d. h. auch ohne weitere körperliche Belastung werden Kalorien weiter umgesetzt. "Intensives Training führt zu einer effizienteren Fettverwertung in der Zeit nach dem Training", lautet so die Zusammenfassung der Untersuchung.