Ich verstehe die Frage nicht so ganz...
Du isst nur, wenn und weil du Stress hast?
Also ich esse, wenn ich Hunger habe. Und dabei ist der Hunger selbstverständlich größer, wenn ich (am Tag vorher) trainiert habe.
Wenn du darauf hinaus willst, dass im Laufe der Jahre die durchschnittliche Anzahl der täglich aufgenommenen Kalorien gestiegen ist, dann hängt das sicherlich auch mit dem Aufkommen von Convenience-Produkten zusammen, die mit Geschmacksverstärkern angereichert sind, die Lust auf mehr Essen machen, Chips in allen möglichen Geschmacksvariationen, sowie dem Aufkommen von Saftschorlen, die im Prinzip von der Energiebilanz sich nicht von Softdrinks unterscheiden.
Denke mal daran zurück, als Wasser noch in Glasflaschen verkauft wurde, Volvic ohne Zucker und ohne künstliche Aromastoffe hergestellt wurde, es nur Paprikachips, aber keine BBQ-, Sweet-Sour-, Sour-Creme&Onion-, Cheese-, Nacho- und-was-weiß-ich-für-Sorten gab, Fertigpizza nicht wirklich gut schmeckte, Ravioli noch in Dosen verkauft wurde, es nur 3 Sorten Müller-Milch gab.
Wenn man dann einmal 3 Tüten Chips gegessen hatte, dann hatte man einfach keine Lust mehr auf den Paprikageschmack und aß etwas anderes. Heute kauft man sich dann einfach eine andere Sorte und spült das Ganze mit Volvic-Orange-Erdbeer-Cassis runter (Wasser ist ja soooo
gesund)!
Noch dazu gab es vor einigen Jahren noch nicht in jedem noch so kleinen Kaff einen Discounter oder eine Tankstelle, wo man zu jeder erdenklichen Tageszeit alles was man wollte kaufen konnte. Es gab einen kleinen Tante-Emma-Laden und wenn es einfach an diesem Tag keine Müller-Milch mehr gab, dann hatte man eben Pech, hat sich damit abgefunden und normale Milch getrunken.
Und ganz ganz ganz früher, als Coke noch was Besonderes war, da hat man mal an einem Kindergeburtstag oder sonst einer besonderen Gelegenheit Coke bekommen. Da konnte man sich dann auch schon drauf freuen und es dann richtig genießen. Heutzutage hat wahrscheinlich schon jeder Zehnjährige 1000 l Coke getrunken.
Tatsächlich ist doch dass das Problem, weshalb wir immer mehr essen. Es gibt immer mehr verlockende Dinge zu kaufen, immer und überall.