Welche Voraussetzungen sollte ein Pilates-
Trainer mitbringen?
Sicher, es gibt viele Wege, wie zu Plates kommen kann. Aber reichen eine Yoga-Ausbildung und die Teilnahme an einem Pilates-Kurzworkshop, um einen eigenen Kurs zu leiten? Wie sind eure Erfahrungen und Erwartungen?
Gestern viel ich fast vom Glauben ab:
Nach mehreren Monaten Babypause komme ich in mein "altes" Studio als Teilnehmer in eine Pilates-Stunde. Hatte lange nichts gemacht, war guter Dinge und wollte endlich wieder etwas tun. Schließlich hab ich selbst mal Pilates gemacht - Alegro und Matwork.
Als ich den Namen der
Trainerin erfuhr, war ich schon baff. Eine "Kollegin" aus dem Step-/Skigymnastik-/BBP-Kurs. Meine Vorahnung wurde wahr.
Helles buntes Licht, kalter Raum, keine Begrüßung, Warm up mit Aerobic...
Pilates-Prinzipien? Powerhouse? Auch die Anleitungen waren ein ziemliches Kuddelmuddel. Würde ich die Übungen nicht kenne oder halbwegs wiedererkennen, hätte ich nicht folgen können.
Nach einer guten Viertelstunde in Bauchlage schoß bei mir die Milch wieder ein, daß an Weitermachen nicht zu denken war (ich hatte eigentlich gerade abgestillt). Die
Trainerin schaute mich an und versuchte mit Korrekturen zum Weitermachen zu motivieren. (?) Nach weiteren 2 Übungen in Bauchlage endlich die Erlösung > Rückenlage.
Die Hundert wurde zum Klappmesser, Single-Leg-Stretch ging hoch zur Decke... alles schön synchron.
Der Stundenabschluß glich Autogenem Training -was dann mal angenehm für alle war.
Als ich nach dem Kurs endlich mit ihr sprechen konnte, war an Einsicht nicht zu denken. "Die Pilates-Kurse haben sich ja soo verändert!" Ja, wenn man die Kurse aus vager Erinnerung an einen Workshop macht.
Ist das die Zukunft im Kursbereich? Oder soll das für mich ein Zeichen sein, bald wieder selbst Kurse zu geben? Mit höheren Qualitätsvorstellungen. Mit Vermittlung der Pilates-Prinzipien.
LG Jana