Die Behandlung von Asthma scheint bisher ein zu heikles Thema für die Pilates-Praxis zu sein. Man überläßt den Asthmatiker seinem Schicksal in der gar nicht so erfolgreichen oder sogar schädigenden Schulmedizin. Joseph Pilates aus Mönchengladbach selber hat indessen sein Asthma u. a. mit nach oben gerichteter, umgekehrter (daoistischer) Einatmung geheilt. Wahrscheinlich spielte die Atmung im Takt mit der Bewegung auch eine Rolle. Hier gibt es eine wichtige Ähnlichkeit mit der Bhastrika-Übung im Yoga (
http://video.google.com/videoplay?do...=ramdev&hl=en), die einen Ruf als Asthmamethode genießt.
Nun nach der Verleihung des Nobelpreises 1998 für die Erforschung des Stickoxides (NO) ist durch schwedische Forscher die erstaunliche Rolle dieses Gases bei der Atmung entdeckt worden, siehe
http://www.lrz-muenchen.de/~s3e0101/...bdata/ADDN.pdf.
Die Yoga-Atmung und mit ihr offensichtlich das Pilates-Prinzip werden dadurch radikal aufgewertet und, so meine ich, der schulmedizinische Zugang zu der Atmung wird als unseriös enthüllt. Die Rollen werden vertauscht und nicht die Yoga-Atmung – Pranayama – sondern jetzt diese Partie der SM gehört in die esoterische Ecke geschmissen. Siehe die relevanten Grundsätze bei
http://neuro24.de/eroeffnungsrede.htm.
Ich würde deshalb der verehrten Pilatesgemeinde aufgrund eigener Erfahrung mit einem klimmzugähnlichen Workout mit einem aufgehängten Turnring und bei dem, die Füße am Boden bleiben, eine Cardiofitnessübung wie bei
http://www.flowbar.net/take_the_test.htm aber mit viel einfacheren Einrichtungen vorschlagen. Dann braucht der Klient zunächst keine besondere Fertigkeit und Koordination zu erlernen. Er kann gleich mit einer intensiven Fitneßroutine anfangen, wobei, nach meinen Überlegungen, er durch die synchrone Atmung vor einer Verkrampfung seiner Atemwege geschützt bleibt. Er wird von der Vorschrift emanzipiert, vor einem Workout an sich mit Asthmaspray in körperentfremdender Weise herumzudoktern. Der Spraykonsum wird ohne Ideologie zunehmend verringert. Bei gutem Erfolg wird ein guter
Arzt froh sein, wenn die Dosierung weniger wird. nicht Mit freundlichen Grüßen, Richard Friedel