Hm, was wurde dir bei der Ausbildung beigebracht? Wurde nix zum Stundenaufbau gesagt? Habt ihr keine Masterklass erlebt oder zumindest verschiedene Level selbst erlebt? Ich mußte selbst eine Lehrprobe geben, um die Lizenz zu erhalten. Aber nun gut.
Je nach Tageszeit oder vorherigem Kurs fange ich mal im Stehen mit der Grundhaltung oder im Liegen mit einer Entspannung zum Ankommen an. Wenn du im Stehen anfängst, hast du mehr Möglichkeiten.
Deine Lieblingsübungen werden evtl. keine Basics sein, was anfänger hoffnungslos überfordern würde. Wähle für den Anfang 5-6 Basic aus, die du Stück für Stück ausbaust. Bei anfängern stelle ich die Stunden stets unter das Motto eines Pilatesprinzips. Mal achte ich mehr auf die Atmung, mal auf größere Flexibilität, mal auf Kraft... Entsprechend werden die Übungen ausgewählt. Natürlich darf man auch da die anderen Prinzipien nicht vergessen, aber Anfänger können sich noch nicht auf 7 gleichzeitig konzentrieren und müssen die schrittweise erst mal kennenlernen. Zum Schluß noch Dehnung und entspannung, dann gehen deine Schützlinge mit einem Lächeln wieder hinaus und freuen sich auf die nächste Stunde. Sowohl Teilnehmer als auch
Trainer brauchen Erfolgserlebnisse. Machs euch nicht zu schwer.
Vor der ersten Stunde in einem (neuen) Studio frage ich erst mal die Teilnehmer, wer schon Erfahrungen mit Pilates hat, wieviel oder was für Kenntnisse oder Meinungen vorhanden sind. Manche brauchen die Information, daß es kein Larifari aber auch kein K.O.Kurs ist. Wer nicht barfuß mitmachen kann oder will, sollte wenigstens
ABS-Socken anhaben. (Hast du eine Berufs-Haftpflicht? Als Absicherung.)