Also erstmal kann man beim Rückenstrecker und an der Beinpresse natürlich auch Fehler machen.. manche davon sind einem vielleicht gar nicht so bewusst. Z.b. passiert es bei hohem Gewicht an der Beinpresse wohl leicht daß man den unteren Rücken vom Polster wegdrückt und dann der Rücken eine enorme Belastung abbekommt.. beim Rückenstrecker sollte man den Rücken ähnlich stabilisieren wie beim
Kniebeugen selbst um ihn nicht zu sehr zu belasten. Während man bei der Beinpresse durch die geführte Bewegung zu leicht mit den Knien zu weit über die Fußspitzen geht und so eine höhere Belastung auf den Knien hat...
Dann finde ich persönlich die Kniebeuge auch nicht sooo komplex.. klar muß man gleichzeitig auf mehrere Sache achten, aber diese einzeln sind an sich nicht so schwer. Sehe also persönlich keinen Grund NICHT die richtige Ausführung der Kniebeuge zu lernen, egal ob sie zu ersetzen wäre oder nicht.
Und weiter ist die Frage wie man die diversen Unterschiede bewertet. Beim
Kniebeugen hast du z.b. mehr das Gleichgewicht zu halten, beim
KB ist es einfacher dem richtigen Bewegungsablauf zu folgen als die richtige Stelle für die Füße bei der Beinpresse zu finden, natürlich belastest du beim
KB mehr Stützmuskeln im Rücken und einen größeren Teil des Skelettes (Anpassung der Knochendichte und erhöhte Diffusion [Versorgung] in den Knorbeln auch in der
Wirbelsäule), und manche werden alleine durch die Vorstellung 100-200kg auf dem Rücken zu haben anders motiviert als durch 200kg auf der Beinpresse. Beim
KB stabilisiert auch nicht nur der Rücken sondern auch der Bauch und der
Lat beim zusammenziehen der Schultern.
Witziger weise hab ich bei der 45° Beinpresse viel mehr Bedenken die könnte schlecht gesichert sein und runterrutschen als bei der
LH im Kniebeugenständer, fühl mit beim
KB also sogar sicherer.
Alles in allem würde ich sagen daß die technisch saubere Kniebeuge nicht zu ersetzen ist...