Es gibt immer good pain und bad pain. Bad pain ist eine Verletzung, good pain ist etwa ein Dehnschmerz.
Der kann schon sehr intensiv sein. Du mußt einfach in Dich reinhören und - ganz wichtig - in der Dehnstellung, auch wenn es wirklich weh tut, aktiv sauber atmen (laut, in den Rippenbogen - Yogalehrer fragen) und Dich dadurch sozusagen aktiv in den Schmerz rein entspannen. Schmerz sollte nicht mit einer Gegenspannung beantwortet werden (scharf Luft einsaugen, Gesicht verziehen), sondern genau das Gegenteil davon bringt Dich weiter:
Ausatmen, entspannen, auf die gedehnte Muskelgruppe konzentrieren, Dich richtig in den Muskel "reindenken". Stell' Dir vor, daß an der betreffenden Stelle alles warm und weich und schwer - entspannt eben - ist.
Im Zweifelsfall lieber erstmal weniger und mit der Zeit steigern. Mit einer Zerrung ist Dir nicht gedient.
Ich würde NICHT Federn. Wenn Du mit "waiting out the tension" (also einfach die Position einnehmen und dann abwarten, bis es wieder ein bißchen weitergeht - sehr zeitaufwendig) nicht weiterkommst, dann versuch doch mal, Dich sanft im Dehnbereich zu bewegen. Etwa bei einem Grätschsitz langsam und vorsichtig (mit gerader
LWS, Brustbein zur Decke, auf den Sitzbeinhöckern bleiben usw.) nicht nur Vorbeugen und dann dort halten, sondern langsam und stetig "wandern": Vom linken Bein über die Mitte zum rechten und wieder zurück und nochmal von vorn... dabei an den "schwierigen" (=schmerzhaften) Stellen länger verharren, dort bewußter Atmen (good pain kann man fast schon "Wegatmen") und Dich in die (noch) verspannte Muskulatur vorsichtig und behutsam (Ruckartiges ist beim Dehnen immer verkehrt) "vortasten".
Hach, das ist schwer zu beschreiben. Am besten kann Dir wohl ein guter
Trainer (muß nicht Yoga sein, einfach jemand, der Dich gut in Stretchpositionen führen und dort dann auch gegebenenfalls körperlich unterstützen - Klartext: An Dir rumdrücken

- kann) weiterhelfen.