Nein, natürlich nicht! Gerade beim Boxen lebt man von Schnellkraftausdauer; also von der Fähigkeit, auch in der Übersäuerung max. schnelle Bewegungen auszuführen (wie ein 800m-Läufer, der auch auf den letzten Metern noch Gas geben können muß).
Wenn Du im Yoga eine anspruchsvolle Position länger hältst, dann ist das isometrische Kraftausdauer. Kraftausdauer und Schnellkraftausdauer sind hervorragend zusammen trainierbar. Nicht umsonst wird z.B. der Rumpf bei den Sprintern auch und viel isometrisch trainiert.
Vermutlich hast Du einfach ein bisserl weniger Yoga in der letzten Zeit gemacht, und das dann bei den Asanas halt gespürt?!
Ein "Problem" könnte allerhöchstens entstehen, wenn Du durch die extreme Dehnerei im Yoga etwas an Tonus los wirst und so beim Boxen nicht mehr so fix Schlagen kannst. Aber das dürfte im Rahmen des Freizeitsports wirklich latte sein.

Ich finde, daß sich Yoga und Boxen hervorragend vertragen

. (Die Antwort des Yogalehrers auf Deine Frage zeigt
IMHO nur mal wieder a) Vorurteile gegen das Boxen; Boxen sei aggressiv und hirnlos usw., während Yoga friedlich/weich/bla zugeschrieben wird und b) sieht man daran wunderbar, wie unterschiedlich die Klientel ist, die Yoga bzw. Boxen betreibt. Gerade das ist ja auch ein Reiz daran, beides zu kombinieren...

).
Ich finde es ziemlich anspruchsvoll, zwischen zwei so (weniger physiologisch, eher von der Mentalität her) unterschiedlichen "Welten" von Zeit zu Zeit umzuschalten. Das bringt ein viel kompletteres Training zustande, als "nur" Yoga oder "nur" Boxen allein. Wenn man
Gesundheit und
Fitness als möglichst umfassenden ("ganzheitlich" - mag ich als Begriff nicht, mir zu wischiwaschi) Zustand versteht, dann kann es so falsch nicht sein, die unterschiedlichsten Anforderungen ans System (an Psyche wie Physis) zu kombinieren.-
(Routine is your enemy!)