Hallo Goldbär,
ich habe die 5 Tibeter in einer Zeit gelernt, in der ich viel Stress hatte (Abschlussprüfungen Studium + Job einschließlich vieler Überstunden) und für Sport weder Zeit noch Nerven. Joggen, Fitnessstudio o. ä. waren mir einfach zuviel, zu stressig bzw. zu einseitig, aber bei allem eher Meditativen oder langsam durchgeführte Übungen verfiel ich recht schnell wieder ins Grübeln oder es half mir nicht bei den typischen Sitzbeschwerden wie Verspannungen oder es machte mich eher aggressiv (autogenes Training).
Mit den Tibetern + Goldene Pforte hatte ich ein relativ kurzes Programm (15-30
min je nach Wiederholungen), dass sportlich ge-, aber nicht überfordert hat, dass mich wirklich abschalten ließ, dass durch das bewusste Atmen auch recht lang nachwirkte und dass ich aufgrund der Kürze eben auch mehrmals täglich einschieben konnte, eben immer, wenn ich langsam verspannte oder mir vor langem Sitzen kalt wurde oder ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. Ich habe mich mit diesem Programm einfach rundum wohl gefühlt.
Auf lange Sicht ist in diesen Übungen natürlich recht wenig Abwechslung

und die Übungen sind auch nicht DAS ultimative Sportprogramm, aber ich möchte sie auch nicht mehr missen. Für mich sind die Tibeter ein Wohlfühlprgramm am Morgen geworden oder zwischendurch zum Kraft tanken oder nach einem anstrengenden Tag, um wirklich (mental) raus aus dem Alltag zu kommen, manchmal sind sie auch Aufwärmprogramm vorm joggen oder auch ein "Nachprogramm" zum Taekwondo, wenn ich den Eindruck habe, ich brauche noch was "fließendes", ruhiges zum Cooldown. Und wenn ich keine Lust auf die Tibeter habe, dann wirds halt der Sonnengruß (hat große Ähnlichkeit mit den Tibeter-Übungen) oder Qi Gong.
Meine wichtigste Erfahrung mit den Tibetern: Ich bin ein Kopfmensch, ich muss begreifen, wie etwas funktioniert, damit es bei mir auch funktioniert. Ich habe zu Meditation oder autogenem Training nie Zugang gefunden, ich spür dabei nix - weil ich nie begriffen habe, wie das funktionieren soll. Nun hatte ich mir eine sehr starke Zerrung im Fuß zugezogen, konnte erst nach 8 Wochen wieder schmerzfrei auftreten. In der Zeit war natürlich nicht viel mit Sport, also habe ich einen Tipp unserer Tibeterlehrerin ausprobiert und die Übungen im Prinzip im Schlaf gemacht: Ich habe mich hingelegt und bin die Übungen in Gedanken durchgegangen und habe dazu entsprechend intensiv geatmet. Und ich habe die gleichen Wirkungen gespürt, als hätte ich die Übungen tatsächlich gemacht und konnte nach diesen 8 Wochen sehr fit wieder ins Joggen und Taekwondo einsteigen.
Diese Wochen waren für mich wie ein Wegweiser, meine mentalen Kräfte steuern und einsetzen zu können. Danach habe ich bei dieser Lehrerin einen zweiten Tibeterkurs gemacht, in dem wir viel experimentiert haben: Baummeditation,
Reiki, Mantras usw. und ich kann mir viele Sachen davon mittlerweile zunutze machen, die für mich vorher nicht funktioniert haben - z. Bsp. auch die Wirkung des 6. Tibeters - weil ich jetzt endlich ganz praktisch begriffen habe, WIE ich bestimmte Wirkungen im Körper erzielen kann - im Prinzip einmal das Kräfte an einem bestimmten Punkt im Körper sammeln und zum anderen das Energie fließen lassen. Ich habe also praktisch das gelöst, was mir in der Theorie schon klar war: Der Arm wird nicht davon schwer, dass ich mir "einrede", dass der Arm schwer wird

Es muss auch eine Reaktion folgen.
Fazit: Ich denke, dass die Tibeter für diejenigen sehr gut geeignet sind, die ein minimales Sport- und Wohlfühlprogramm in wenig Zeit aber mit relativ großer und eher umfassender Wirkung haben möchten, die alle Komponenten - Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Atmung usw. - dabei haben wollen, um mit geringem Aufwand (alltags)fit zu sein. Wer wirklich sportlich fit ist oder sein möchte, wird mit den Tibetern nicht viel anfangen können.
Viele Grüße,
Rocces