Geräte wie z. B. Powerbreathe, Expand-a-lung, etc etc. mit großem Verkaufserfolg haben in wissenschaftlichen Studien die für die klassische Medizin erstaunliche Wirkung einer Drosselung des Atemstromes bei der Einatmung unter Beweis gestellt. Die Lungenfunktion wird verbessert. Zwar weiß man im Hinterkopf von dem Zusammenhang zwischen Asthma und reduzierter Drosselung, nämlich bei Mundatmung, man hat aber dabei gar keinen wissenschaftlichen Beweis einer Verursachung. Experimente an Gesunden wären hier offensichtlich unethisch.
Von daher könnte das Asthmamysterium, d. h. das Fehlen organischer (d. h. hardwaremäßiger) und nicht auf die asthmatische Atmung selber wahrscheinlich hervorgerufener Unterschiede zwischen Asthmabetroffenen und gesunden Menschen, durch eine angeborene oder anerzogene Blockade erklärbar sein. Schlicht und ergreifend wäre die Ursache der Fehler bei den Betroffenen, dass sie kulturbedingt nicht merken, dass ein Bremsen des Atemluftstromes Symptomen wie Kurzatmigkeit entgegen wirkt und so verharren sie oft lebenslänglich im asthmatischen Atmungsmuster.
Solche Geräte werden in der Hand oder zwischen den Zähnen gehalten, so dass durch eine meist einstellbare Öffnung eingeatmet werden muss. Dadurch wird laut Fachartikeln die Bauchatmung gefördert. Die Übungen umfassen typischerweise täglich zweimal 15 Minuten.
Ziel der Geräte ist das IMT (inspiratory muscle training), was im Asthmakontext widersprüchlich klingt, haben doch viele Asthmatiker ungewollt ihre Atmungsmuskeln in Anfällen trainiert. Ein Spezialist auf dem Gebiet vermutet von daher eine Korrektur der Stellungen der Rippen und Muskeln. Siehe in diesem Zusammenhang Dr. Paltiel Weiner über das Wesen des IMT
http://chestjournal.chestpubs.org/co.../1357.full.pdf
“The main mechanism whereby hyperinflation adversely affects the inspiratory muscles is by forcing them to operate in an inefficient part of their force length relationship. Hyperinflation shortens the inspiratory muscles and diminishes their ability to generate negative pressure while inspiring It causes the flattening of the diaphragm, which in turn places it in a serious mechanical disadvantage, because it has to be curved upwards (according to Laplace's law) in order to be effective. The axial direction of the diaphragmatic fibers is also lost by hyperinflation.
They are directed medially or inward and have mainly expiratory action. The area of apposition between the costal fibers of the diaphragm and the inner rib cage becomes smaller, resulting in less effective rib cage expansion during inspiration.”
Also die IMT-Geräte könnten sehr wohl durch Förderung der Bauchatmung ihre heilende Wirkung bei Lungenleiden entwickeln, ohne sofort wie Sprays so klinisch effektiv zu sein.
Mit etwas Körpergefühl geht es einfacher und flotter, wenn man die einstellbare Öffnung bzw. Engstelle zwischen einem Finger und den Lippen bildet, und auf die Entwicklung der Bauchatmung und der Vitalkapazität achtet. .Mit Teilen der eigenen Anatomie statt mit Geräten gibt es den Vorteil einer Steigerung (falls erwünscht) des Saugdrucks gegen Ende jedes Atemholens, um den „Weiner-Effekt“ zu verwirklichen. Um einen Trainingseffekt über die Zeit zu messen kann man einen dünnen Kunststoffschlauch anwenden. Man holt sich ein Infusionsbesteck wie z. B. "Sensi-Drop P" zum Stolzen Preis von etwa 1 Euro von der Apotheke, befreit den dünnen Schlauch von den Kunststoffteilen mit einer Schere, steckt das eine untere Ende in ein Glas Wasser und das andere Ende in die Mundhöhle, und zwar so, dass es nicht durch Kontakt mit der Wange oder Zunge verlegt wird. So wird durch die Höhe der Wassersäule im Schlauch der Saugdruck im Mund bei der Nasenatmung gemessen. Die Länge der Wassersäule beim Einsaugen vom Wasser misst den Trainingserfolg
Attraktiv für die Praxis ist sicherlich der Gedanke einer Verbannung der Asthmasprays im Sport, weil
m. E, auf Basis des „Weiner-Effekts“ rational trainiert werden könnte. RF