@ flexi
Bei Vorwärtsbeugen lasse ich nie komplett los, Grundspannung im unteren Rücken bleibt erhalten. Vor allem beim Pflug, schützt das die
LWS gegen die Hebelwirkung der kurzen Rückseiten der Beine, die ansonsten das Becken kippen und dabei den Schmerz erzeugen. Im Stehen erzeugt sonst das Gewicht des Oberkörpers die Probleme. Eine gesunde
Wirbelsäule kann das vermutlich ab, riskieren würde ich es trotzdem nicht.
Bei der Uttanasana wird in "meiner" Tradition gelehrt dass man sich, wenn man tief steht, mit den Händen sogar noch extra vom Boden abstoßen soll.

Bei Janu Shirshasana ist der Arm hinter dem Rücken meiner Erfahrung nach ein wichtiger Sicherheitsaspekt für Anfänger, wie Fortgeschrittene.

Tuch: ist gerollt wie ein kleines Kissen, kein Loch :-)
@oophelia
Unterrichte auch Yoga - auch Ashtanga Yoga - allerdings nicht Ashtanga Vinyasa Yoga

Adjustments können - mit viel Fingerspitzengefühl - sehr nützlich sein. Ich verwende sie aber ausschließlich wenn ich sehe dass der Schüler nicht korrekt sitzt / steht / liegt , nicht um die Leute "tiefer" in die Pose zu bringen. Oft reicht der kurze, sanfte Druck einer Fingerspitze an der richtigen Stelle. Meist mache ich Adjustments mit Blicken, Worten und Gesten.
Kopfstand:
Ich werde mal probieren was dazu zu schreiben in nächster Zeit. So lange bitte einfach mal jeden Tag diese Übung:

Jeden Tag für paar Minuten machen und spüren wie es deinem Brustkorb und deiner Atmung geht.
Die aktiviert eine Menge der Muskeln, die du naher für den Kopfstand brauchst.
An der Wand zu stehen, empfinde ich wie erwähnt gefährlich. Wenn Du in Berlin wärst, würde ich mit Dir vermutlich auch eine EFT (Klopfakupressur) Session zu Angst machen.
Auch wieder meine persönliche Meinung: wenn du andere "Sportarten" brauchst um Muskeln zu stärken, läuft irgendwas in deiner Yoga Praxis nicht richtig...
Machst Du Vogelposen, wie Bakasana, Mayurasana etc.? Wie sieht es aus mit Chaturanga Dandasana?
Muskelverspannungen und Agressionen / Angst sind ein recht tiefgehendes Thema, bei dem ich selbst nicht sooo der Spezialist bin. Empfehlenswert fände ich dieses
http://www.amazon.de/Bio-Energetik-T...dp/3499605309/
oder dieses
http://www.amazon.de/Bioenergetik-je.../dp/3874100057
Buch. Da werden die Sachen viel besser erklärt als ich es könnte :-)
Die Essenz ist dass sich das Selbst gegen die bewusst / unterbewusstbewusst unerwünschten sensorischen Impulse (Gefühle von Innen, Eindrücke von außen) durch Muskelverspannungen im Körper und energetische/psych. Blokaden im Geist abpanzert.
Dies geschieht auf körperlicher Ebene durch die Anspannung und mit der Zeit chronische Verspannung bestimmer Muskelgruppen, die empirisch und psychophysiologisch bestimmten Gefühlen / Empfindungen zugeordnet werden können. Ich habe den Eindruck, das was in den Quellentexten mit "Knoten" - Grandhis bezeichnet wird ist zumindest teilweise damit gemeint.
Im Yoga sagen nun oft die Asana Namen und deren Bedeutung in der indischen Mythologie oder einfach in der menschlichen Lebenserfahrung viel über die Wirkung der Pose aus.
Spezifisch KarnaPidasana

wird auch öfter Shanshasana genannt - Rabbit - und mein Lehrer sagt, sie ist eine der wenigen Posen, die genau entgegengesetzt zu ihrem Namen wirkt.
Im Deutschen gibt es den Ausdruck: "ihm sitzt die Angst im Nacken" ... Karnapidasana dehnt den Nacken sehr stark.
Ich versuche gerade für mich in meiner Praxis zu ergründen warum Simhasana

mutig macht wie ein Löwe. Mein bisheriger Eindruck ist dass es sehr stark den Hals und die Kiefermuskeln beansprucht, damit bestimmte Blokaden lösend, die normalerweise für Wut zuständig sind
("Zähne zu und durch", "Er schluckte den Ärger runter" etc .... nicht umsonst wird Shiva des öfteren mit einem blauen Hals gemalt ... und man sagt von ihm er würde in seinem Hals aus Gift, Nektar machen)
Echter Mut entsteht jenseits von Wut und Ärger, weil Wut und Ärger immer eine Reaktio erfordern, keine Aktio ... also uns zur psychoemotionalen Passivität zwingen, nicht zur Aktivität und weil Wut und Ärger, einmal "herunter geschluckt" zu Depression werden.
So zumindest mein bisheriges Fazit.
Yoga ist viel Selbsterfahrung. In den meisten Yoga-Büchern, die Quelltexte und paar ältere Bücher mal ausgenommen, stehen nur die Grundlagen. Auch die oft verfälscht. Und je neuer die Bücher werden, desto banaler werden sie, nach meiner bisherigen Leseerfahrung.
Paar schöne Bücher zu spezifischen Themen wie Yoga Anatomy von Coulter mal ausgenommen
http://www.amazon.com/Anatomy-Hatha-.../dp/0970700601)
Die haben aber eher weniger mit Yoga als Weg, als mehr mit Yoga-Therapie zu tun.
Sonnengrüße aus Berlin
Maxim
P.S. sorry, Beitrag ist sprachlich ein wenig konfus uns nicht schön geschrieben, hab gerade keine Zeit ihn zu "feilen" und ich kann nicht auf Anhieb schöne, gut lesbare Texte produzieren :-P